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27 Apr 2012

Kubuntu 12.04 Precise Pangolin erster Eindruck

von Werner. Keine Kommentare

Precise macht seinem Namen alle Ehre und könnte eine schöne LTS-Version (long term support) werden. Allein schon die Pflege aller Element der Oberfläche. Von Version zu Version konsistenter. Das Niveau war ohnehin schon beachtlich, schließlich handelt es sich um verschiedenste Software, die da zu einer Distribution zusammengefasst werden. Das aufsetzen der Systeme per USB-Bootmedium, den Programmpaketen aus dem Cache und Applikationslisten ist rasend schnell.

Von den Applikationen gibt es keine Revolution, nur Evolution zu berichten. Aktuell scheint eine gute Zeit gut abgehangene Desktop Software zu sein:

  • LibreOffice kommt in der 3.5.2.2 daher, nach dem Fork die zweite Version und von der 3.5 das zweite Bugfix.
  • Gimp liegt in der Version 2.6.12 vor, die “Ein-Fenster”-Version 2.8 muss bis Herbst warten.
  • Firefox 12 und Thunderbird 11.0.1 sind auch keine revolutionären Versionen

Der Netzmanager ist inzwischen so Mausbedienbar geworden, dass die unterschiedlichen Kontexte des Netbooks (diverse Wireless LANs, UMTS-Stick, etc.) vollständig hier konfigurierbar sind.

Was soll man dazu sagen? Einfach benutzen, es ist ganz unauffällig prima. In ein zwei Monaten sicherlich der absolute Favorit für die Internet-Brief-schreib-Maschine der Verwandtschaft. Immerhin verspricht LTS 3 Jahre Ruhe :-)

P.S.: Damit die “Sie haben Post”-Anzeige im Tray (Nachrichtenanzeiger) mit Thunderbird funktioniert muss das paket thunderbird-gnome-support installiert werden.

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26 Apr 2012

Kubuntu 12.04 ist da!

von Werner. Ein Kommentar

Wenn ihr es unbedingt sofort saugen wollt, nutzt bitte die Torrent-Links, d. h. die CD-Images werden im Peer-to-Peer-Netzwerk verteilt.

Die erhaltenen .ISO-Images sollten per md5-Prüfsumme auf Korrektheit überprüft werden:

Ein bestehendes System lässt sich z. B. mit der Softwareverwaltung auf 12.04 bringen, jedoch dürfte das in den nächsten Tagen etwas schwerfällig laufen. Am Besten den frühen Vormittag wählen, da schläft USA noch :-)

Viel Spaß!

27 Mrz 2012

Das Konzept der Lüge

von Werner. Keine Kommentare

Ein Kollege bat mich vor geraumer Zeit ihm zu helfen einige Daten zu analysieren, da er den Verdacht hatte, dass diese nicht der Wahrheit entsprechen. Diese Zahlen waren in der Tat untypisch und eine einfache statistische Analyse sprach sehr dafür, dass diese Zahlen gar nicht im Betrieb entstanden sind, sondern von einem Menschen passend erfunden wurden. Nun waren viele dieser Zahlen Performance Indicators, also Service-relevant und die plötzliche Aufmerksamkeit des deutschen Managements war Aufgrund mangelnder Leistung nicht ganz unbegründet. Die liefernde Einheit befand sich aber nicht in Deutschland, sondern es war ein Partner auf einem anderen Kontinent.

In den nächsten Wochen gelang es dem Kollegen nicht an vollständige Statistiken des Partners zu kommen. Diese wurden wortreich verweigert und als unnötig abgewehrt, da man die Minderleistung im Griff hätte. Beides stellte sich als falsch heraus, es trat keine Verbesserung ein und auch die Zahlen änderten sich wenig. Mit Hilfe der Statistiken, die mittlerweile von anderen Gruppen in der Lieferkette bereitgestellt wurden, konnte jedoch lückenlos belegt werden, dass die Zahlen aus dem Offshore-Land nicht stimmen konnten. Als dann noch während eines Ausfalls das Offshore-Team an einem Donnerstag Nachmittag nicht mehr erreichbar war, da sie ein Team-Event hatten, war die Stimmung recht aufgeheizt.

Es bot sich an, die nächste Service-Manager-Runde in Deutschland zur Klärung des Sachverhalts zu nutzen. Die Diskussion begann wie schon in den Wochen zuvor ohne greifbares Ergebnis. Es täte ihnen Leid, jedoch wären die notwendigen Maßnahmen längst ergriffen. Auf die problematischen Zahlen angesprochen, gab es Ausflüchte a la: Das könne nicht sein, man müsse zu Hause prüfen. Das Ganze steigerte sich und der deutsche Kollege benutzte die Worte, dass er sich nicht anlügen lassen würde. Ich muss sagen, wäre die gesamte Serviceerbringung aus Deutschland erfolgt, wären die Bezeichnung “gelogen” durchaus angemessen gewesen. Nun brach jedoch die Hölle aus, man streitete sich in einer Lautstärke von 110 dB, einige farbige Flüche wurden ausgetauscht und man ging unversöhnt auseinander.

Die Gründe dafür sind einfach zu verstehen, aber schwer zu behandeln. Zum einen wird in anderen Gesellschaften sehr viel mehr Wert auf Beziehungen gelegt. Wenn ein Kunde verärgert ist, müssen sich alle Liefereinheiten des Anbieters zuerst um eine gute Beziehung zum Kunden kümmern, die KPIs und anderes Zahlenwerk ist Erstmal egal. So eine konzertierte Aktion ist bei einer Lieferung aus einem Offshore-Land inkl. Mischung sämtlicher Kulturen schlichtweg Illusion. Zum anderen gibt es das Konzept einer Lüge wie wir es verstehen, in vielen Ländern nur innerhalb des Familien- und Freundeskreises. Wenn ich mal versuchen darf diesen Streit in unsere Gesellschaft kulturell zu übersetzen: Der deutsche Kollege hat demnach gar nicht gesagt, dass der Service Manager ihn anlügt, sondern dass er ein Schuft ist, der sogar seine Mutter anlügt.

Das ist übrigens auch der Grund warum einem von interkulturellen Trainer so oft geraten wird, viel Zeit in dem Land zu verbringen und eine Beziehung zu knüpfen. Diese Idee ist aus Sicht eines IT Service Managers, der nur mal eben etwas dazu-”sourced” eine problematische Forderung. Diese Forderung darf aber jedoch durchaus gegenüber dem Partner- oder Länder-Managment erhoben werden. Im Konfliktfall muss diese Ebene sofort mit einbezogen werden.

Dieser Fall lehrt auch sehr gut, warum Governance ein sehr wichtiges Thema beim Outsourcing ist. Beziehungsweise ein Service Design ein hohes Augenmerk auf die Sicherstellung der Ziele haben muss. Allein schon eine zentrale Stelle, die sämtliche Rohdaten zur Erstellung der Statistiken führt, hätte diese Eskalation verhindert. Aber auch Prozesse zur Effizienzsteigerungen müssen zuvor festgelegt und immer wieder “geübt” werden, auch wenn das Lieferland noch so preiswert ist. Denn sonst wird der lokale Manager eben so reagieren, wie er mit einem lokalen Kunden umgehen würde. Management durch Messung käme da erst weit hinten auf der Liste.

Die Anekdote hat natürlich ein Ende, dass ich nicht vorenthalten will: Der Service wurde mit viel rumpeln durch eine andere diesmal Nearshoring-Einheit kurzfristig übernommen. Der Service Manager des Partners hat sich einen neuen Arbeitsplatz gesucht, soweit ich weiß im Rahmen der dort üblichen Fluktuation. Es gibt nun für diesen Liefergegenstand ganz detailliert beschriebene Prozesse.

16 Mrz 2012

Kategorienbaum: Weglassen und Flexibel bleiben

von Werner. Keine Kommentare

Bei Einführung, Umstrukturierung oder Effizienzsteigerung von IT Service Management haben heutzutage schon viele Firmen ein ITSM Tool aka Ticket Tool. Nehmen wir als  Beispiel für eine anstehende Veränderung Outsourcing einiger IT Services. Bei den meisten Firmen führt das Hinzufügen von Services oder Providern zu einem neuen Ast im Kategorienbaum und einigen neuen Blüten, die sich im Laufe der nächsten Monate in veritable Blätter ausdehnen.

Der vernünftige Umgang mit einem Kategorienbaum ist eigentlich auch nur ein Beispiel für den vernünftigen Umgang mit Funktionen zur Verwaltung von Ordnung. Starten die Verantwortlichen nicht ab und zu Mal ihren Hubschrauber und betrachten den schützenswerten Informationsgewinn von oben, kommt es zur Zunahme von Entropie. Statt Komplexität nach Belieben zuzulassen und somit im Praxiseinsatz Unordnung und Verwirrung zu schaffen, gilt hier die Regel: Erst wenn nichts mehr weggelassen werden kann ist es perfekt. Artikel weiterlesen »

17 Feb 2012

WordPress in eine virtuelle Maschine umziehen

von Werner. Keine Kommentare

Bei größeren Umbauarbeiten in den Blogs habe ich mir immer ein Testsystem in einer VM (Virtuelle Maschine)  aufgebaut und danach Links liegen gelassen. Nun ist mir zum ersten Mal eine WordPress-Datenbank inkonsistent geworden. Somit waren auch eine Menge Backups vermurkst. Also habe ich mir über das Wochenende eine Testumgebung geschaffen, mit dem klaren Ziel stets mit wenigen Handgriffen der Live-Version auf Schritt und Tritt folgen zu können. Mittel der Wahl ist ein LAMP-Server unter Ubuntu (Kubuntu) in einer VirtualBox-Maschine. Artikel weiterlesen »

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