Dresscode ist Business Casual

Aus meiner bescheidenen Erfahrung gibt es kaum etwas unkonkreteres als den Hinweis, dass ein bei einem geschäftlichen Treffen eine Kleidung „Business casual“ erlaubt. Das ist in den letzten Jahren so breit getreten worden, dass man hier fast alles darunter versteht.

Im produzierenden Gewerbe habe ich erleben dürfen, dass „Business casual“ kariertes Markenhemd, hochwerige Bluejeans und sportliche helle Schuhe bedeuten kann. Aber auf der anderen Seite der Spannbreite bei einer Versicherung traf ich auf hellere Anzugfarben, gemusterte Krawatten und den Verzicht auf Manschettenknöpfe als „Business casual“. Zugegeben von Bluejeans bis Anzug ist das die volle Bandbreite, nur wie findet man die Mitte.

Bedeutet Business Casual schwarze (Jeans-)Hose plus Hemd oder sollte es ein Anzug sein, ist eine Frage die kein LinkedIn- oder Xing-Style-Berater beantworten kann. Internet-Business-Style-Berater raten hier immer zu der Variante mit Anzug, ich nicht. Einen ganzen Abend over-styled herumzulaufen ist echt blöd.

Wenn man den Einladenden nicht gut kennt, würde ich immer nachfragen was Business Casual in dessen Kontext meint. Nur wenn man gar nicht fragen kann, hilft vielleicht ein lässiger Anzug und ein dezent gestreiftes Hemd, so ist man einigermaßen kompatibel gekleidet. Bei Business Casual gleich Bluejeans lässt man das Jackett in der Garderobe und bei Business Casual gleich schwarzer Anzug ohne Krawatte ist man leicht under-dressed, auch muss man eben cool bleiben.

Wenn ihr selber die Einladung schreibt und neue Gäste begrüßt schreibt doch bitte zwei Worte mehr als „Business Casual“ das hilft euren Gästen und ihr seit ein guter Gastgeber.

Wer hat Angst vor dem künstlich intelligenten Mann?

In den letzten Jahren nehmen Warnungen vor den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz (KI, AI) zu. Dabei hat sich von den Informatik-Grundlagen künstlicher Intelligenz bis hin zu unserer Wahrnehmung kaum etwas geändert. In meinen Augen ein großes Missverständnis.

Die Furcht manifestiert sich in Maschinenwesen, die intelligenter als Menschen werden und die Macht übernehmen. Die Angst vor der technologische Singularität, der Tag ab dem die Maschinen über die Menschheit herrschen.

All das hat wenig mit dem aktuellen Forschungs- oder Entwicklungsstand von Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence) zu tun. Woher diese Furcht ihre Nahrung bekommt kann ich nur vermuten. Zum Einen ist es die Science-Fiction-Literatur zum Anderen nutzt die KI Forschung bewusst irreführende Begriffe aus dem kognitiven Umfeld wie Intelligenz, Neuronen oder Denkleistungsvergleich mit Insekten oder Katzen. Aber alles der Reihe nach.

Menschliche Roboter in der Literatur

Schon frühe Science Fiction Literatur zum Beispiel von Isaac Asimov beschäftigt sich mit Robotern, die in Entscheidung-Dilemmas stecken, eine kindliche Intelligenz haben und somit sehr menschenähnlich sind.

Ein durchgängiges Roboter-Thema sind menschenähnliche Androiden, denen es nur noch eines Emotions-Chip bedarf bis sie menschlich – mit allen Vor- und Nachteilen – reagieren. Man denke nur an Data aus Star Trek Next Generation, der starr vor Angst seinem Freund nicht helfen kann oder den Androiden aus Dark Matter, die mit dem Human-Upgrade-Chip als Mensch durchgeht aber Fehler macht und den Chip deshalb wieder entfernt.

Diese Science Fiction Geschichten lassen nur einen Schluss zu: In Zukunft gibt es Maschinenwesen denen man zur Vorsicht Emotionen vorenthalten sollte, damit diese nicht die potenteren Menschen-Nachfolger werden. Es gibt aber im Moment gar keinen Hinweis darauf, dass es eine solche Art von Robotern je geben wird, egal ob mit oder ohne Emotionschip.

Forschung attraktiv bewerben

Die Entwickler von KI Systemen scheuen keinen Vergleich zu biologischen Systemen. Ihr neuronales Netz ist so Intelligent wie eine Libelle oder gar eine Katze. Eine künstliche Intelligenz schlägt den Menschen in Schach, Quizzspielen oder ganz aktuell in Go.

Als Informatiker finde ich diese werbenden Vergleiche sehr problematisch. Ein lernender Algorithmus hat aber auch gar nichts mit menschlichem Lernen zu tun, sondern ist ein statistisches Verfahren. Kein Mensch lernt so. Ein künstliches neuronales Netz hat nahezu nichts mit biologischen Neuronalen Netzen zu tun, eventuell sind Basisfunktionen unserer Neuronen ähnlich.

Das in der Berichterstattung diese Art von Vergleichen von der Presse akzeptiert werden sagt viel darüber aus, was wir alles über das menschliche Gehirn noch nicht wissen. Das ist in etwa so als wenn man das Rad am Auto mit einem menschlichen Bein vergleicht. Das Rad am Auto funktioniert doch in etwa so wie ein Knie, oder? Beide sind die Bauteile, die für Bewegung verantwortlich sind. Ganz grob sei doch erlaubt zu sagen ein Rad funktioniert wie unser Knie! Findet Ihr nicht? Irgendwas am Knie dreht, also darf ich das Rad doch bitteschön Bein nennen.

Ihr findet den obigen Absatz abstrus? Er ist auch abwegig, aber genau so abwegig sind die Vergleiche von Künstlicher Intelligenz mit Katzen oder Menschen.

Wahrnehmung schärfen

Es braucht gar keinem Ausflug in die Informatik der künstlichen Intelligenz – auch wenn ich sehr spannend finde und einen Ausflug empfehlen kann. Nein, alles was Ihr zur Analys braucht ist Eure Wahrnehmung. Verhalten sich heutige Systeme intelligent? Lassen wir uns mal auf einige Feststellungen ein.

Computer werden besser als wir, sie schlagen Menschen Weltmeister im Schach oder Go. Ich meine dazu, dass Computer in diesem Sinne schon immer besser als wir waren. Die ersten Computer haben Schussbahn-Tabellen schneller als Rechensäle voller Menschen berechnet. Euer Handy kann sich Termine besser merken als Ihr. Das hat eher etwas mit Speicher und Rechenpower zu tun als mit Intelligenz. Computer sind Hilfsmittel, die unsere Arbeit schon immer unterstützt haben.

Selbst-regelnde Prozesse sehen für uns manchmal intelligent aus, da sie auf ein Ziel zulaufen. Die Regeln dahinter sind jedoch oft äußerst einfach, deshalb meist auch störanfällig. Während Computer sehr gut elementare Qualitätssicherung übernehmen können, scheitern sie jedoch bei nicht berücksichtigten Zuständen. Während ein menschlicher Qualitätssicherer eine unvorhergesehene Situation manchmal retten kann, schaffen dies Regelsysteme nicht, sondern laufen erst einmal ins Chaos. Es ist im Moment auch nicht entferntesten daran zu denken, dass Künstliche Intelligenz die menschliche Koordinationsfähigkeit eines Projektleiters irgendwann einmal erreichen kann.

Auch andere für Menschen einfach auszuführende Tätigkeiten werden sind computergestützt wahnsinnige Herausforderungen, die teilweise seit Jahrzehnten nur langsame Fortschritte machen. Das erkennen von Bildbestandteilen etwa eine Katze auf einem Tisch in einem Wohnzimmer oder auch das übersetzen von Texten. Hier ist der Computer was er ist: Ein Hilfsmittel. Wenn mir mein Handy ein chinesisches Straßenschild übersetzen kann ist das absolut nützlich, aber ganz wenig intelligent.

Data und der Android haben selbst ohne Emotions-Chip eine Art Bewusstsein, auch hier absolute Fehlanzeige in aktuellen Systemen. Die einzige Furcht bleibt, wenn KI-Systeme mal so viel Rechenleistung haben wie Menschengehirne, könnte ja eventuell so etwas auch hier passieren. Das ist wie ein fortgeschrittenes Rad mal Eigenschaften eines Knies übernehmen kann.

Großer Fortschritt entsteht oft genau daraus, dass über den Tellerrand hinaus gedacht und nicht nachgeahmt wurde. Mit dem Auto fahren wir heute sehr viel schneller, als ein Mensch, Pferd oder Gepart laufen kann. Genau das wurde mit dem Computer geschaffen, ein Computer kann wahnsinnig große Datenmengen verarbeiten. In der Künstlichen Intelligenz werden genau diese Rechenleistungen genutzt, nur ganz wenige Sparten der KI befassen sich mit biologischer Informationsverarbeitung.

Angst oder besser Furcht

Ich habe keine Angst vor der technologischen Singularität, also das intelligente Maschinen die Macht übernehmen. Aber ich habe Furcht vor vielen kommenden gesellschaftlichen Herausforderungen die meist Informatik-gestützt sind.

Ich möchte ein letztes Mal mein Rad-Beispiel benutzen. Rad oder Auto haben wenig direkte Auswirkungen auf menschliches Laufen gehabt. Wir Menschen sind in bergigen Waldstücken selbst Geländewagen überlegen. Die Auswirkungen des Autos auf unsere Landschaft und Gesellschaft sind aber immens.

Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz sind zum Beispiel selbst-lernende Algorithmen, die über die Höhe eurer Autoversicherung bestimmen. Dabei scheinen Versicherungen weder zu wollen, dass wir die Algorithmen kennen noch daran interessiert sind welche Entscheidungensmuster zu Grunde gelegt werden. Wird man da gerecht behandelt?

Intelligente Messenger versuchen Euch zu helfen und aus Eurer Kommunikation heraus zu erraten, dass ihr ein Restaurant sucht, einen Flug buchen wollt, etc. dabei lernt dieses System nicht nur wie ihr Kommuniziert, sondern errät ein Muster wann ihr was benötigt. es wird nicht nur so sein, dass Euer direkter Wunsch an einen Werbepartner geht, sondern man wird auch eine Verkaufsoption im Vorfeld erkennen.

Was ist mit Robotern, die in der Pflege unterstützen? Entlasten diese Pflegekräfte physisch und zeitlich, so dass diese mehr Zeit haben sich um den Menschen zu kümmern, oder sind diese ein willkommener Weg an Pflege zu sparen?

Oder wenn ihr bei der nächsten Einreise von einem KI System als verdächtig eingestuft und auf dem grünen Ausgang wie zufällig vom Zoll heraus-gewunken werdet. Bei der aktuellen Diskussion könnt ihr mal davon ausgehen, dass ihr weder erfahrt, dass wie ihr selektiert wurdet, noch das ein KI System dahinter steckt, dessen Algorithmus intransparent ist

Sich mit diesen Fragen zu beschäftigen ist viel spannender als Angst vor Künstlicher Intelligenz und Menschmaschine Fantasien. Der Kern der Problematik wird nach wie vor die Informationsverarbeitung und Intransparenz sein, die massive Auswirkungen auf unsere Kultur haben werden. Gerechte Systeme sind nicht zu vermuten, denn Intelligent ist bei KI wenig, das meiste bleibt Menschen-gemacht.

Kubuntu 16.10 ist da!

Kubuntu heißt jetzt Yakkety Yak, der Name lässt sich diesmal nicht direkt übertragen vielleicht passt die Übersetzung Quasselstrippe am ehesten. Yakkety ist wie immer am besten über ein Peer-to-Peer-Netzwerk herunterzuladen. Nutzt die untenstehenden Torrent-Links:

Die erhaltenen .ISO-Images sollten per md5sum, sha1sum oder sha256sum auf Korrektheit überprüft werden:

Die obigen Images (ca. 1.5 GB) können via UNetbootin auf einen USB-Strick transferiert werden oder auf eine DVD gebrannt werden. Ein bestehendes System lässt sich z. B. mit der Softwareverwaltung auf 16.10 bringen.

Viel Spaß!

IT Service Management ist Rückständig

Manche für IT Service Management beratende Firmen nerven der immer wiederkehrenden Botschaft, wie Rückständig IT Management doch sei. Es mag mich besonders nerven, weil ich genau das Gegenteil glaube. Genauer, ich glaube dass Firmen in den Dingen, die sie produzieren meist ganz gut sind und unterstützende Prozesse seltener im Fokus von Optimierungen stehen.

Ich finde es deshalb sehr interessant im Alltagsleben Prozesse und Abläufe zu beobachten und zu vergleichen bzw. festzustellen, dass es dort nichts gibt. Schön war letztes Jahr eine Baustelle mit Vollsperrung einer Verbindungsstraße, gleichzeitig wurde die Gelegenheit genutzt eine Schienenstrecke zu renovieren, so dass auch der Schienenersatzverkehr durch die verstopfte Umleitung musste. Wäre das ein IT Verbund würden alle fehlendes Change Management bejammern.

Auch spannend ist seinen Alltag mal nach Service Level Targets zu hinterfragen. In welchem Zeitrahmen bekommt man eine Rückmeldung zu seinem Anliegen bei Behörden, Firmen oder Vereinen. Gemeint ist ein garantierter Rahmen in dem auch Vertragsstrafen akzeptiert würden. Da wird es meist dünn, übrig bleiben einige Franchise Restaurantketten bei denen der Burger in 10 min auf dem Tisch steht und sonst Geld zurück angeboten wird.

Beim IT Service Management gilt der Dreisprung Incident-Problem-Change in etwa als Anfang beziehungsweise als unterste Ebene bei der man noch von Professionalität sprechen darf. Ein ITSM Tool (Ticket Tool) und Service Desk als Single Point of Contact mit einer koordinierten, schriftlich aufgezeichneten Historie von Störungen, Bestellungen, Ursachen und Änderungen. Ein bisschen Kontinuierliche Verbesserung und schon entsteht langsam ein professionelle IT.

In anderen Industriebereichen ist das noch völlig unbekannt. Ein schönes Beispiel kam mir neulich in die Hand: Ein Auto-Katalog in meinem Briefkasten mit einem Anschreiben ich möge doch mal durchblättern, ob ich nicht eine Probefahrt mit einem der Modelle machen möchte.

Die Geschichte dahinter ist einige Jahre her, ein Neuwagen dieser Marke zickte nach ca. 3 Jahren rum. Es kam zu Kabelbrüchen durch Korrosion unter dem linken Scheinwerfer. Störung: Wagen sprang nicht mehr an. Die Reparaturen waren kurz, kostengünstig aber hielten nicht lange.

Leicht genervt bat ich die Werkstatt dieses Problem nun endgültig abzustellen, die Werkstatt könne den Wagen so lange haben wie sie mögen, um eine Nachhaltige Beseitigung der Ursache durchzuführen. Nach der Reparatur übergab mir der Werkstattmeister den Schlüssel mit den Worten: „Jetzt hält es für ein Autoleben“ Pause „vermutlich“. Resultat ca. 6 Monate später wieder ADAC.

Nun wandte ich mich an der Hersteller, dessen Hotline nur allerlei Beruhigungspillen verteilte und mir im Prinzip die letzte Reparatur als Gutschein erstattete. Diesen Gutschein lies ich mir in der Werkstatt ausbezahlen. Der Verkäufer empfahl den Gutschein für die nächste Inspektion einzulösen, woraufhin ich ihm leider mitteilen musste, dass das Auto bereits an den Händler einer anderen Marke in Zahlung gegeben wurde.

Soweit ganz normales Chaos, was eben mal passieren kann, wenn sich keiner zuständig fühlt. Kann einem in einer IT auch passieren, darum geht es nicht. Das interessante kommt in den nächsten Jahren. Das wäre in einer professionellen IT nicht so geschehen.

Ich wurde ca. drei Mal in Abstand von Monaten freundlich vom Hersteller angesprochen einen Fragebogen auszufüllen, ob ich mit meinem Auto nun zufrieden bin. Ich nahm brav teil und verneinte jeweils meine Zufriedenheit und teile auch im Notiz-Feld mit das Auto gar nicht mehr zu besitzen.

Per Post von der Werkstatt wurde ich jährlich an Inspektionstermine und deren Überschreitung erinnert. Nun kam nach Jahren eine Hochglanzbroschüre mit dem Angebot sich ein neues Modell dieser Marke anzusehen.

Sicherlich mag manchen Leser einwenden, dass da jemand seinen Marketingprozess nicht gut im Griff hat und es eigentlich nur eines engagierten Verkäufers braucht, dem auffällt das seit Jahren keine Inspektionen mehr durchgeführt wurden und der simpel mal anruft. Absolut richtig, mitdenkende Menschen sind oft der Kit der brüchige Prozesse zusammen hält.

Aber es geht auch wie in der IT üblich mit einem vernünftigen Incident Prozess, Problem Prozess und einer CMDB. Dort wäre die Störungshistorie nicht nur der Werkstatt sondern auch dem Autohersteller ersichtlich, so dass doch mal Aufwand in einen Tausch eines Teils des Kabelbaums investiert worden wäre.

Auch würde das Auto als Service gesehen, wäre die Störung nicht „Kabelbaum oxidiert“ sondern „Auto springt (auch nach Reparaturen) nicht mehr zuverlässig an“. Es ist ja relativ egal, ob die wieder mal was am Auto flicken. Entscheidend ist die Verfügbarkeit des Service Elements, dass mich nach Hause bringt.

Am Ende ist es ganz Einfach, es geht um den Geschäftswert der mit so einem Auto erzielt wird. Da sind in meinem Beispiel der Hersteller, der Händler (mit Werkstatt) und ich als Kunde. Eigentlich liefert der Prozessablauf alle Daten die benötigt sind.

Die richtigen Schlüsse daraus werden aber nicht gezogen. Egal wie die lauten, etwa „Stellt eine Lösung für das Problem (Ursache) zur Verfügung“ oder „Verkauft dem Kunden ein neues Auto mit Nachlass“. Stattdessen arbeitet jeder an seinen Aktivitäten: Die Herstellerhotline reagiert auf eine Beschwerde zu einer „100€“-Reparatur, die Werkstatt repariert nach Vorgabe, Kunde kauft sich ein anderes Auto.

Was bei mir bleibt ist der Eindruck, dass viele andere Industrien sich im Service Management mal anschauen sollten, was die IT dort macht und vor allem auch was in den letzten 10 Jahren dort gelernt wurde.

In der Herstellung von Produkten sind traditionelle Managementmethoden, wie zum Beispiel Lean oder Six-Sigma absolut etabliert und funktionieren prima. Ich glaube IT Service Management ist ein lohnenswerter Baukasten auch in anderen Industrien sobald ein Produkt in der Hand eines Kunden ist. Denn dann hat auch das simpelste Produkt oft Serviceeigenschaften.

Schaut Euch mal an, ob die IT Service Management Methoden was für Euch sind. Ich glaube es ist lohnenswert, zumindest aber mal spannend über den Tellerrand zu schauen.

Pro-Aktiver Workaround

Das Internet ist ja so wunderbar, dass selbst ein in Japan erschienenes Buch aus dem Jahre 1956 antiquarisch leicht zu finden und zu bestellen ist. Die meisten Online-Antiquariate gehen sehr streng mit der Bewertung des Zustands um „Sehr gut“ ist Neuzustand, „Gut“ gelesen und gealtert, „Befriedigend“ vollständig aber verschmutzt, berieben und beschrieben.

Nun wählte ich das günstigste Angebot im guten Zustand, sehr gut war verständlicherweise bei Baujahr 1956 nicht zu haben und harrte der Dinge. Als das Buch ankam fiel ein 10 € Schein aus dem Buch. Der Grund war leicht auszumachen. Ein niederländischer Leser hatte sich mit Bleistift englische Begriffe übersetzt und in das Buch eingetragen. Der Buchhändler hat mit beherzter Tat eine Rückabwicklung verhindert und sein Geschäft gesichert. Der Bleistift-führende Herr hat auch nur den Text markiert und die Bilder im vollen Glanz gelassen. Deshalb finde ich diesen Workaround auch in Ordnung.

Taikan 10 EUR