Fokus auf die Terrasse

Vor 34 Jahren hatte ich als Jugendlicher das Glück kurzzeitig ein Compaq Portable in die Finger zu bekommen. Damals besserte ich mir mit Programmieren das Taschengeld auf, also nahm ich die Projektdiskette, die Kabeltrommel und das Portable heraus in den Garten.

Der kleine CRT-Bildschirm spiegelte mir das Sonnenlicht entgegen, selbst mit maximaler Beschattung durch Sonnenschirm und Hecke war der grüne 9″-Monitor kaum abzulesen. Also wurde der Rechner heruntergefahren und das Unterfangen zurück in das Haus verlegt.

Heute sitze ich bei leuchtender Herbstsonne mit einem modernen non-Glare-LED-Display im Garten und kann es nur unter Anstrengung benutzen. Das OLED-Display des Tabletts ist etwas besser, lädt aber auch nicht zu langen Arbeitssitzungen ein. Da einzige elektronische Display was im Garten gut funktioniert ist der e-Ink-Bildschirm meines eBook-Readers.

Es gibt inzwischen Tabletts mit 4K-Auflösung man arbeitet an faltbaren Displays, aber an das Szenario Telefonkonferenzen auf der Terrasse zu führen denkt irgendwie keiner. Ein Display was bei heller Sonne gut funktioniert, das wäre doch mal was.

Kleinvieh macht viel Mist

Das ein oder andere Mal wird man damit konfrontiert, wenn sich nach dem Kauf heraus gestellt hat, dass ein anderes Produkt, ein anderer Service oder Serviceprovider die viel bessere Wahl gewesen wäre. „Hätte ich mal bei euch gekauft“, kann eine banale Aussage sein oder deutet auf ein Problem in der Entscheidung hin.

Eine der Ursachen kann eine simple Entscheidungsmatrix sein. Wenn sie wirklich verwendet wird und nicht einfach durch den Einkauf auf die Variable kleinster Preis verkürzt wird. Das Objektivieren durch Prozentwerte oder Punkte ist gar nicht so leicht und die Entscheidungsmatrix hat eine Tendenz von den entscheidenden Punkten wegzuleiten. Sie ist komplizierter als es auf den ersten Blick scheint.

Damit dieser Blog-Eintrag nicht Seiten füllt, werde ich im folgenden keinen IT Service einkaufen, sondern Äpfel mit Birnen vergleichen: Ich möchte ein Stück Obst für die morgige Wanderung einkaufen und fahre der Einfachheit halber zum Lebensmittelladen um die Ecke. Nun gibt es im Vorfeld einiges zu bedenken, um die Wahl zu erleichtern. Da gibt es Preis pro kg, mein Lieblingsobst Apfel und Birne sollen einen Vorzug bekommen, das Obst soll reif sein, nicht zu reif, da es ja den Tag im Rucksack überstehen soll, ist es Bio-Ware, ein lokales Produkt, etc. Aus dieser Sammlung entsteht nun eine Entscheidungsmatrix:

Kriterium max. Punktzahl
Preis pro 100g 30%
Apfel oder Birne 30%
Reifegrad 5%
Festigkeit 3%
EU-Bio-Label 3%
Demeter-Label 2%
Lokaler Anbieter 2%
Fair Gehandelt 2%
Nicht eingeschweißt 1%
Und so weiter und so weiter… …bis die Summe 100% ergibt.

Obiges ist ein ganz typischer Ansatz, die wichtigsten Kriterien bekommen so um die 60% und die restlichen 40% verteilen sich auf das Kleinvieh. Wenn diese Listen im Projekt reifen kommt typischerweise noch ganz viel Kleinvieh hinzu, weil neu hinzugezogenen Leuten noch etwas Zusätzliches einfällt. Der Prozentwert für ein zusätzliches Kriterium wird dann zuerst von den fetteren 5% Kleinvieh Kriterien stibitzt und weil 1% unteilbar erscheint, dann werden irgendwann sogar von den wichtigsten Kriterien Prozentpunkte abgezweigt. So dass dann die Verteilung Wichtig zu Restlich von 60/40 auf 50/50 oder weniger sinkt. Nur falls jemand auf die Idee kommt: Die Verwendung von absoluten Punktzahlen statt Prozentwerten macht die Sache nicht besser.

Weiterhin ist die arithmetische Bewertung oft nur schwach festgelegt, obwohl sie einen großen Einfluss auf die Gewichtung hat. Nehmen wir mal an, wir finden Physalis 2 €, Kiwis zu 1,30 €, Bananen zu 0,90 €, Birnen zu 0,80 €, Äpfel zu 0,70 € und Wassermelonen zu 0,30 €. Nun teilen wir die 30% für das Preiskriterium in 10 cent Stücke mit 2 € entsprechen 0% und 0 € 30%. Somit liegt die Banane bei 16,5%, der Apfel bei 19,5% und die Melone bei 25,5%. Das kann ja so gemeint sein, aber in diesem Beispiel fangen wir uns durch preisliche Ausreißer eine Bewertungslücke von ca. 10% nach oben und unten ein. Da die Bandbreite der möglichen Kandidaten verkleinert wird, ist ein Nebenkriterium wie Bio-Qualität nun ausreichend, damit eine Banane den günstigen Apfel locker überholen kann.

Darüber hinaus ist ein nicht zu verachtender Einfluss, dass manche Nebenkriterien sich einander bedingen. In dieser Tabelle ist ein Lebensmittel mit Demeter e.V.-Label ein Beispiel, da Demeter hinreichend für das EU-Bio-Label ist, bekommt dieses Kriterium 2%+3% = 5%. Wenn das so gewollt ist prima, meistens sind derartige Abhängigkeiten jedoch komplexer und schränken wenn es schlecht läuft die optimale Punktzahl für den besten Kandidaten ein.

Wie Anfangs schon erwähnt, Nebenkriterien sammeln sich im Laufe eines Projektverlaufs massiv an. Viele Leute bringen viele Ideen mit, auch kommen von den Anbietern in der ersten Runde noch viele Anregungen für weitere sinnvolle aber oft nicht wesentliche  Produkteigenschaften. Neben dem Strandgut gibt es aber noch eine zentrale Sammelstelle für Nebenkriterien, die Zukunftsfähigkeit. Nebenkriterien zum weiteren Ausbau oder Zukunftsfähigkeit des Produktes oder Service sind eine oft ungeschickt treibende Kraft..

Sicher gibt es konkret anstehende Notwendigkeiten. Bei IT Services fällt mir da die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ein. Diese tritt im Mai 2018 in Kraft und sollte bei Services die 2017 eingekauft werden beachtet werden. Ich meine jedoch Kriterien die einen möglichen Ausbau betreffen: Der Services könnte neben IT später auch Facility Management versorgen, dieses Client Produkt könnte eventuell in Zukunft auch auf Servern Anwendung finden, mit einem höheren Reifegrad in der IT könnten wir in Zukunft vielleicht dieses und jenes Feature benötigen. Diese Hätte-Könnte-Eventuell-Kriterien wachsen in manchen Entscheidungsmatrizen auf über 20%, sind aber für die Gegenwart unwichtig. Zum einen ist unklar was in Zukunft wirklich benötigt wird. In der Rückschau wird man sehen das tatsächlich eingesetzte Features dann nur 3% ausmachten und die restlichen 17% Zukunftspotential weiterhin brach liegen. Auch ist unklar wie sich die Produkte entwickeln, das aktuell top-moderne auf Zukunft ausgerichtete Produkt wird in zwei Jahren vielleicht ins Hintertreffen geraten sein.

Lösungen

Nebenkriterien sind Nebenkriterien, sie sollten wirklich limitiert sein. Zum Beispiel sollten sie in der Gesamtmenge nur 10% Einfluss nehmen können. Damit man sich mit Promillewerten nicht so schwer tut: Wie wäre es mit einer Nebentabelle? Eine Sammlung aller Nebenkriterien, bepunktet nach Gusto, die in Summe mit 10% eingeht. Noch sinnvoller ist natürlich Nebenkriterien zu streichen oder ohne Gewichtung als informative Liste aufzunehmen.

Bei den Hauptkriterien bitte sehr intensiv über die Objektivierung nachdenken, vorzugsweise mit einer passenden Entscheidung aus der Vergangenheit durchspielen. Heißt Preis geht zu 50% ein, dass der günstige Kandidat 50% und der zweit-günstigste Kandidat 48% bekommt?

Gerade bei Entscheidungen deren Produkte oder Services Neuland sind, unbedingt Abhängigkeiten der Kriterien vermeiden. Abhängige Kriterien können meist zu einem Kriterium zusammengefasst werden. Komplexere Entscheidungsmethodiken, die zum Beispiel Bayessche Netze beinhalten, sind bei einem solchen Vorhaben oft unangebracht, da sie zwar mathematisch transparent aber recht schwer mit den Anforderungen des Vorhabens zu durchdringen sind.

Bei der Zukunftssicherheit empfiehlt es sich eine Strategie zu entwickeln. Ein Ergebnis könnte sein, Agilität zu bewahren in dem man Produkte oder Services schnell umbauen kann, das heißt bei Laufzeiten oder Abnahmemengen flexibel bleibt. Aber auch das ist abzuwägen.

Entscheidungsmatix ähnliche Fallen

Risikobetrachtungen werden oft ähnlich simpel aufgestellt. Dort gibt es vielleicht sogar eine Richtlinie die sagt, dass ein Risiko eine Eintrittswahrscheinlichkeit von mindestens 0.5% haben muss. Somit wandert das Risiko in eine Gegend, die nur dadurch geprägt ist, weil den Leuten dort so viele Anwendungsfälle einfallen. Zu den Lösungen kann hier ggf. nach mit Clusterung oder Kategorisierung gearbeitet werden, so dass ähnliche Risiken gemeinsam betrachtet werden.

Ähnliche Probleme finden sich auch in Assessment-Methodiken oder Entscheidungsunterstützung von Beratern. Auch diese Tools neigen dazu, dass unwichtige Nebenkriterien eine kleine Beachtung erfahren und damit in Summe Mist bauen. Bei komplexeren Verfahren lohnt sich in jedem Fall mit einem leeren Zettel zu beginnen, die Entscheidungskriteren zu skizzieren und den Zettel kurz vor Entscheidung wieder heraus zu kramen.

Obejektivierung fühlt sich gut an, ist so manches Mal aber nicht optimal.

Kubuntu 17.04 on an Fujitsu Lifebook E736

The old Netbook did a good job for 6 years, but now even basic operations became long computing operations. So I switched to a used – in fact 3 month old – Fujitsu Lifebook E736. It comes with a Core i5-6300U processor, a 13,3″ Anti-Glare-Display with a 1.366 x 768 resolution and a 500 GB SSHD. It works very well running Kubuntu, but read the details:

Disclaimer

This page describes my personal experiences with my notebook only. This is nothing official from any vendor! I am not responsible for anything you do with your hard- and software. For any support contact the respective vendors! Please respect the legal notice.

Who should read the following description? The machine runs mostly „out-of-the-box“. All the rest is due to you. Be willing to learn, follow instructions form Ubuntu geeks, accept to fail and start again. At least you should know:
  1. How to operate apt or Adept Manager
  2. Read Readme-Files and HowTos
  3. Read Error-Messages and use search machines to find a solution

A good resource for hints, tips and questions is http://ubuntuforums.org/

Preparations

My notebook came with a Windows 10 Pro installed. My dealer is happy to re-install the original software if I want this, maybe for warranty reasons it is wise to make a backup of the original hard-disk first.

Let’s go: Boot the notebook from Kubuntu Live Flash Drive. You have to plug in the USB-Flash-Drive to a USB port, start the machine, and press the <F12>-Key during start-up. A boot device menu screen shows up, use the flash drive option and go.

After Kubuntu is running attach an external USB-hard-disk, open a shell e.g. by pressing <Alt>+<F2> enter „konsole“ and now you can use the dd-command for low-level backup. Just as example:

sudo dd if=/dev/sda | gzip --fast -c | split -d -b 1500m -a 3  - /media/root/fj_e736/sda_image.gz.

restore (hopefully) with somewhat like:

sudo cat /media/root/fj_e736/sda_image.gz.* | gunzip -c | sudo dd of=/dev/sda

Please! Do this on your own risk. Learn about dd in advance (Google is your friend). Be patient the whole process will take more than three hours, because there is a 500 GB storage to be processed at low-level.

 

Installation of Kubuntu 17.04 „Zesty Zapus

Installation runs smoothly, no binary drivers needed. I used the full hard disk for Kubuntu.

++ Graphics card

„Intel® HD Graphics 520“ works with the correct resolution and 3d support. The open source intel driver seems to be fine

++ Power management

Battery sensor works, lid close, screen power save and automatic shut-down on low energy level

++ Standby mode

Works as designed, I do not know if really every device is up and running again after suspend but it seems so USB, network, no complains from my side.

++ Touchpad

Operates fine.

++ USB 3.0

All functioning incl. the Anytime-USB-Chargeing slot.

++ Keyboard

The typical ACPI control keys work: brightness, volume and mute. The ECO key (and ECO led) are not working out of the box, nevertheless the ECO key sends a keycode so it could be assigned to a useful function. I have no idea if you get the led glowing 🙂

++ Network – LAN

The cable „10/100/1000 Mbit/s Intel® I219V“ interface runs.

++ Network – WLAN

Shows up as „Intel® Dual Band Wireless-AC8260 11ac with integrated Bluetooth 4.2“ works fine.

++ Audio

„Realtek ALC255“ is doing the job as designed. The machine comes with a DisplayPort to my best knowledge without an integrated HDMI. So no HDMI sound available by design.

+ SD/MMC card reader

„Realtek PCIE CardReader“ is named „BayHub OZ621/OZ777 Memory Card Reader“ works with legacy SD cards out of the box. Nevertheless it did not work with my current UHS-II cards. tail -f /var/log/syslog shows errors like

kernel: mmcblk0: error -110 sending status command, aborting
kernel: mmcblk0: error -123 sending status command, retrying

Via this askubuntu I found a workaround or in this case a quirk.

Open a konsole become admin and create a new file „sdhci.conf“ add one line

sudo su -
vim /etc/modprobe.d/sdhci.conf

options sdhci debug_quirks2=4

Now update the initramfs image

update-initramfs -u

reboot. Also you can reload the sdhci module:

rmmod sdhci-pci sdhci
modprobe sdhci
modprobe sdhci-pci

++ Bluetooth

Seems to function, it connects. I did not test any details.

++ WebCam

It runs with guvcview.

++ DisplayPort

All good.

++ VGA external port

Operational on the spot.

LSPCI Listing

00:00.0 Host bridge: Intel Corporation Skylake Host Bridge/DRAM Registers (rev 08)
00:02.0 VGA compatible controller: Intel Corporation HD Graphics 520 (rev 07)
00:14.0 USB controller: Intel Corporation Sunrise Point-LP USB 3.0 xHCI Controller (rev 21)
00:16.0 Communication controller: Intel Corporation Sunrise Point-LP CSME HECI #1 (rev 21)
00:17.0 SATA controller: Intel Corporation Sunrise Point-LP SATA Controller [AHCI mode] (rev 21)
00:1c.0 PCI bridge: Intel Corporation Device 9d10 (rev f1)
00:1c.3 PCI bridge: Intel Corporation Device 9d13 (rev f1)
00:1c.4 PCI bridge: Intel Corporation Sunrise Point-LP PCI Express Root Port #5 (rev f1)
00:1f.0 ISA bridge: Intel Corporation Sunrise Point-LP LPC Controller (rev 21)
00:1f.2 Memory controller: Intel Corporation Sunrise Point-LP PMC (rev 21)
00:1f.3 Audio device: Intel Corporation Sunrise Point-LP HD Audio (rev 21)
00:1f.4 SMBus: Intel Corporation Sunrise Point-LP SMBus (rev 21)
00:1f.6 Ethernet controller: Intel Corporation Ethernet Connection I219-V (rev 21)
02:00.0 Network controller: Intel Corporation Wireless 8260 (rev 3a)
03:00.0 SD Host controller: O2 Micro, Inc. SD/MMC Card Reader Controller (rev 01)

LSUSB Listing

Bus 002 Device 001: ID 1d6b:0003 Linux Foundation 3.0 root hub
Bus 001 Device 005: ID 0b97:7772 O2 Micro, Inc. OZ776 CCID Smartcard Reader
Bus 001 Device 003: ID 0b97:7761 O2 Micro, Inc. Oz776 1.1 Hub
Bus 001 Device 002: ID 8087:0a2b Intel Corp.
Bus 001 Device 004: ID 04f2:b563 Chicony Electronics Co., Ltd
Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub

BIOS version

BIOS 1.22 (20.12.2016)

Any hints?

Please send me any hints, new tips, report errors, etc. via comment below. Please no support requests, thanks!

Links

Fujitsu support, bios updates and documentation:
http://www.fujitsu.com/de/support/

Good starting points for Linux on Notebooks/Laptops are:
http://tuxmobil.de/

http://www.linux-on-laptops.com/

Kubuntu 17.04 ist da!

Kubuntu heißt jetzt Zesty Zapus, also Begeisterte Hüpfmaus. Zesty ist wie immer am besten über ein Peer-to-Peer-Netzwerk herunterzuladen. Nutzt die untenstehenden Torrent-Links:

Die erhaltenen .ISO-Images sollten per md5sum, sha1sum oder sha256sum auf Korrektheit überprüft werden:

Die obigen Images (ca. 1.6 GB) können via UNetbootin auf einen USB-Strick transferiert werden oder auf eine DVD gebrannt werden. Ein bestehendes System lässt sich z. B. mit der Softwareverwaltung auf 17.04 bringen.

Viel Spaß!