Mit avconv DTS, 5.1, Mehrkanal-Tonsystem in MP3 konvertieren

So einiges an Musik kommt via DVD oder CD als Mehrkanal-Ton wie z.B. DTS daher. Dies kann zwar sehr schön im Wohnzimmer mit dem AV-Receiver wiedergegeben werden, jedoch im Auto oder via Handy ist das Format meist nicht abspielbar. Kurz und gut, Mehrkanal muss auf Stereo gewandelt werden.

Zur Konvertierung von Audio- und Videoformaten gibt es unter Linux die Allzwecklösung avconv (früher ffmpeg). Das klappt meist sehr intuitiv ohne Handbuch, leider liefert in diesem Fall der Befehl:

avconv -i mydvdsound.wav mydvdsound.mp3

nur ein eintöniges fiepen. Was daran liegt, dass avconv das Audioformat nicht erkennt.

Aber eins nach dem anderen, installieren wir erst mal die notwendigen Tools:

sudo apt-get install libav-tools libavcodec-extra-54 mediainfo mp3splt

mediainfo mydvdsound.wav gibt das Format der Audiodatei aus, in etwa so:

Complete name                            : mydvdsound.wav
Format                                   : Wave
File size                                : 555 MiB
Duration                                 : 55mn 55s
Overall bit rate mode                    : Constant
Overall bit rate                         : 1 411 Kbps

Audio
Format                                   : DTS
Format/Info                              : Digital Theater Systems
Mode                                     : 14
Format settings, Endianness              : Little
Codec ID                                 : 1
Duration                                 : 55mn 55s
Bit rate mode                            : Constant
Bit rate                                 : 1 411.2 Kbps
Channel(s)                               : 6 channels
Channel positions                        : Front: L C R, Side: L R, LFE
Sampling rate                            : 44.1 KHz
Bit depth                                : 24 bits
Compression mode                         : Lossy
Stream size                              : 555 MiB (100%)

Nun muss avconv das Format des Inputs mitgegeben werden und schon klappt es auch mit der Musikdatei.

avconv -acodec dts -i mydvdsound.wav -aq 2 mydvdsound.mp3

Das Ergebnis ist eine unterbrechungsfreie Langversion, die nun noch mit mp3splt in Tracks geteilt werden sollte.

mp3splt mydvdsound.mp3 -c mydvdsound.cue

Hits des Jahres 2014

Die Jahresend-Pause ist ein willkommener Anlass mal in die Web-Statistik zu schauen. Während es in den letzten Jahren der Text zu Diplomarbeiten mit OpenOffice.org immer wieder mit Abstand an die Spitze der Abruf-zahlen brachte, hat sich das in 2014 geändert. Es führt zwar wieder ein technischer Text, aber die normalen Blog-Beiträge holen auf. Hier meine Top 10 aus den letzten 3 Monaten (bereinigt um Feeds, Bilder, Kommentare und kurze Beiträge).

  1. Netzwerk mit zwei WLAN-Access-Points
    Ein Beitrag aus 2012 der es mittlerweile auf durchschnittlich 3500 Abrufe pro Monat schafft.
  2. Diplomarbeiten mit LibreOffice
    Liegt nur noch bei 1350 Klicks.
  3. Transformation: There are no easy answers
    Die Einführung von IT Service Management durch schlechte Berater in einer schmutzigen WG (970).
  4. Was verbirgt sich hinter verschiedenen Support Level oder Lines?
    Lines of Support ohne Mythen simpel erläutert (930).
  5. What is the defined scope of different support levels or lines?
    Die englische Version des Platz #4 bringt es auf 790 Besuche.
  6. Processes without people – Hope springs eternal
    Ein Beitrag über die Unart IT Service Management per Beratung und PowerPoint einzuführen. Erstaunlicherweise zieht der englische Text wesentlich mehr Besucher (670) als die deutsche Version mit ca. 40 pro Monat.
  7. Transformation: There are no easy answers
    Die englische Version der #3 (510).
  8. Issue: Incident and Problem
    Die Unterscheidung zwischen Incident und Problem in Theorie und Praxis (460)
  9. Espresso Experience – Anfängerfehler
    Wunderbar auch nicht IT Artikel schaffen es in die Top 10 (250)
  10. Service Desk Nearshoring
    Ein Projektbericht über die Zentralisierung eines Service Desks (210).

Bildet den Abschluss dieser Liste. Viel Spaß beim Stöbern bis zum nächsten Blog-Eintrag.

Kubuntu 14.10 ist da!

Wenn ihr Utopic Unicorn unbedingt sofort saugen wollt, nutzt bitte die Torrent-Links, d. h. die Images werden im Peer-to-Peer-Netzwerk verteilt.

Die erhaltenen .ISO-Images sollten per md5-Prüfsumme auf Korrektheit überprüft werden:

Die obigen Images (ca. 1.000 MB) können via UNetbootin auf einen USB-Strick transferiert werden oder auf eine DVD gebrannt werden. Ein bestehendes System lässt sich z. B. mit der Softwareverwaltung auf 14.10 bringen.

Viel Spaß!

XBMC grüne Artefakte Intel GPU

Ich nutze einen Fujitsu Esprimo Q9000 (Intel® QM57 HD Graphics) mit Ubuntu 14.04 Trusty Tahr als Unterbau für XBMC. Beim Abspielen von aufgezeichneten Sendungen flackern hie und da grüne Blöcke an den Bildschirmrändern auf, erstaunlicherweise nur dann.

Abstellen lies sich dies mit dem Einspielen eines etwas neueren Grafik-Treibers (vaapi-Teil), der in den Repositories von Trusty vorliegt. Dazu eine Konsole öffnen und den Treiberbestandteil installieren.

wget http://archive.ubuntu.com/ubuntu/pool/universe/i/intel-vaapi-driver/i965-va-driver_1.3.2-1_amd64.deb
sudo dpkg -i http://archive.ubuntu.com/ubuntu/pool/universe/i/intel-vaapi-driver/i965-va-driver_1.3.2-1_amd64.deb

Plus Neustart löst das Problem.

Kochrezept: Offene Punkte Listen

In Projekten werden nach einigen Wochen aus wunderbar schlanken Offene-Punkte-Registern gerne Ansammlungen von Unrat, die kaum einen guten Überblick bieten und schnell nicht mehr als Arbeitsmittel genutzt werden. Derlei Listen firmieren unter Open-Issue-List, Action-Tracker aber auch Risiko-Register können stark anwachsen. Nachfolgend 6 Tipps um das Zeug handhabbarer zu machen:

1. Unnütze Spalten löschen

Vorgegebene Offene-Punkte-Listen haben manchmal Spalten, die im aktuelle Projekt gar keinen Mehrwert darstellen. Diese bitte großzügig löschen. Nicht sinnvoll anwendbare Einträge füllen die Liste mit Unrat und erzeugen bei Projektmitgliedern einen Widerstand. Grundsätzlich gilt Dinge die unklar oder unscharf sind: Am besten weglassen.

2. Listen kaskadieren

Teilprojekte oder Untergruppen sollten ihre eigenen Action-Tracker führen. Ungleiche Gewerke in einer Liste sorgen für Unübersichtlichkeit und unnütze Diskussionen, wenn fachfremd über die Punkte der Nachbargruppe philosophiert wird. Dabei rate ich dazu wirklich trennscharf zu arbeiten. Eine Aufgabe findet sich inklusive ihrer Teilaufgaben in genau einer Liste. Nicht etwa die Aufgabe im Projekt-Register und Unteraufgaben im Unter-Projekt-Register.

3. Verantwortlichkeiten, Mitarbeit und Zustimmungen

Für einen Offenen Punkt sollte immer genau ein Teammitglied verantwortlich sein. Das ist manchmal aber gar nicht so eindeutig, da Nachbarprojekte befragt werden müssen oder diverse Personen eingebunden sein müssen. Den Verantwortlichen im Feld „Responsible“ zu unterstreichen ist mühsam und wird hie und da vergessen, deshalb rate ich dazu drei Felder zu führen Responsible, Consulted und Informed. Dabei darf in das Feld Responsible stets nur ein Name.

4. Fertigstellungszeit

Eine Kleinigkeit führt in vielen Listen zu übersehenen Punkten. Jeder Punkt muss neben dem Erstellungsdatum ein Fertigstellungsdatum haben, dieses wird manchmal verschoben und in einem separaten Feld „Revised Date“ geführt.

Sinnvoller für das Sortieren der Liste nach den kommenden abzuschließenden Aufgaben ist es ein Fertigstellungsdatum zu führen. Das zu Projektanfang festgelegte Datum kann in ein Feld „Initial“ der Inhalt des Felds Initial wird per Formel in Fertigstellungsdatum kopiert. So kann die Liste immer nach den aktuellen Fertigstellungsdaten sortiert werden. Siehe Beispiel Open Actions Tracker.

5. Abgeschlossene Punkte herausnehmen

In einer Tabellenkalkulation kann zwar sehr schön gefiltert und sortiert werden, trotzdem rate ich dazu, geschlossene Punkte in eine separate Tabelle zu kopieren. Hier können dann gegebenenfalls noch zusätzliche Felder für Kommentare, Abnahmen, etc. hinzugenommen werden. Auch erleichtert dies eine Übersicht zu den Punkten die aktuell geschlossen wurden. Eventuell steht ja hier noch der Kommentar des Kunden aus und ein Punkt wird wieder aktiviert wird.

6. “Should” und “Could” zu “Won’t”

Einige Offene Punkte mutieren zu Strandgut welches immer wieder oben angespült wird. Bei diesen Punkten werden andauernd Zeiten nach hinten geschoben oder Verantwortlichkeiten gewechselt. Geschehen tut nichts. Das verstopft Statusmeetings und nervt die Beteiligten. Dieses Strandgut an Punkten sollte zu Ende jeder Projektphase neu bewertet werden. Meist sind diese Punkte als „Could“ seltener mal als „Should“ eingestuft worden. Diese Einstufung sollte nochmals überprüft werden und sehr binär reagiert werden. Entweder wird ein solcher Punkt noch innerhalb der Phase umgesetzt oder als „Won’t“ gestrichen.

Fertig

Fällt euch noch etwas ein, was derlei Register benutzungsfreundlicher macht? Nur her damit. Einen Beispiel Action-Tracker im OpenDocument Format findet ihr hier und als Excel hier.