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20 Jun 2010

Zeitmanagement Standards

von Werner. Keine Kommentare

Sich die Arbeit zu organisieren ist eine erstaunlich individuelle Sache. Seit fast drei Jahren nutze ich mein aktuelles System. Es basiert auf den typischen Zutaten Rund um das Konzept von David Allen: Wie ich die Dinge geregelt kriege (Getting Things Done, GTD). David Allen zeigt in seinem Buch eine Selbstmanagement-Methode auf, die hilft Übersicht zu behalten und den Kopf zu leeren, in dem alle Eingangskörbe geleert werden.

Die Methode ist so simpel, dass man nur die ersten Seiten seines (trotzdem empfehlenswerten) Buchs lesen muss. Eigentlich reicht aber auch der Wikipedia-Artikel Getting Things Done, um die wichtigsten Elemente zu verstehen. Außerdem scheint mir David Allen ein Papier-basierter Mensch zu sein. Wenn mir jemand ein Stück Papier in die Hand gibt frage ich im Regelfall nach der digitalen Variante.

Eine schöne Zusammenfassung dieser Art von Selbstmanagement ist Zen to done. 50 Seiten kurz, Deutsch und kostenfrei. Als Einstieg sehr geeignet. Vor allem weil es eine Vorgehensweise zur Einführung des Systems enthält, die nicht so drastisch ist, wie die des Originals.

Falls Ihr zu denen gehören wollt die angesprochen werden, wie es denn kommt, dass Ihr zeitgerecht auf E-Mails reagiert obwohl gerade die Welt um Euch zusammenbricht, kann ich nur Inbox Zero von Merlin Mann empfehlen. Das Prinzip ist super simpel. Erfordert in den ersten Tagen viel Mut und Überwindung, dann funktioniert es.

Meine E-Mail-Order-Struktur ist:

+-00_todo          (Tagesgeschäft)
+-10_wiedervorlage (zu kontrollierende Kommunikation)
+-50_regelbasiert  (per E-Mail-Filter gefütterter Eingangskorb)
+-99_archiv        (Ablage aller E-Mails keine Unterordner!)

nur in ganz seltenen Fällen, bei ganz konkreten Sammel-Aktionen oder ähnlich kommt noch ein weiterer Ordner temporär hinzu.

Eine ganz wichtige Bitte, auch wenn Ihr Euch die Elemente dieser Methoden raus-picken sollt. Beherzigt die Anregung sich am Anfang nicht mit technischen Gadgets zu beschäftigen. Ein Zettel reicht aus.

Falls Ihr diese Art von Selbstmanagement erfolgreich umgesetzt habt, bleibt noch eine Frage: In vielen Firmen, Behörden, etc. gilt es als Schick Abgabetermine zu reißen, spät oder gar nicht zu reagieren oder eine Riesen-Müllhalde auf dem Schreibstich zu pflegen. Die Frage wie damit umzugehen ist nicht ganz einfach. Ich rate zu Selbstvertrauen, gegebenenfalls offensiv nach dem Motto “Getting Things Done” zu werben. Aber könnte auch verstehen, wenn Ihr  ähnlich der Dekoration im Möbelhaus immer einige Stapel verstaubten Papiers auf dem Schreibtisch lagert :-)

7 Jun 2010

Die 11 Bar Legende

von Werner. Keine Kommentare

Irgendwie scheint sich ein gewisser Mythos rund um Reifendruck bei Rennrädern zu halten. Erstaunlicherweise wird immer von “Der Spinner fährt auf seinem Rennrad prall gefüllte Reifen, bestimmt 11 Bar” geredet. Wahlweise auch von Trottel, Doofmann oder Angeber. Aber immer 11 Bar. Warum es einem die elf Bar so antun und warum ausgerechnet 11 und nicht 12 oder 10. Keine Ahnung.

Zum einen erstaunt mich der Mythos, denn Fahrradreifen haben einen maximalen Druck z.B. könnte das bei einem 50 mm breiten “Stadt”-Reifen 3 Bar sein. Ich schätze mal, ab 5 Bar platzt das Ding. Ergo, sehr viel mehr Druck als “aufgedruckt” geht eh nicht. Daher kann der Mythos nicht kommen.

Druck ist Kraft je Flächeninhalt, bei Betrachtung der Breite eines Reifens geht der somit im Quadrat (^2). Das wissen auch die Reifenhersteller :-) , deshalb gilt in etwa für die Reifenbreiten:

54 mm 2,5 bar
44 mm 3,5 bar
32 mm 5,0 bar
25 mm 7,0 bar
23 mm 8,0 bar
20 mm 9,0 bar
18 mm 11,0 bar

Maximaldruck.

Deshalb ist man keine Lusche, wenn man einen extrabreiten MTB-Reifen nur mit 2,5 Bar betankt bzw. kein Held, wenn man einen 18-er Dackelschneider mit 11 Bar fährt. Mehr Druck aber die selbe Kraft, die einem von der Straße abhebt.

Vor 10 Jahren, war es üblich auf Rennrädern 20-er Reifen zu fahren, Helden fuhren 18 mm. Dann hat sich die Meinung durchgesetzt, dass es nicht auf die Breite des Reifen ankommt. Heute gibt es (fast) nichts mehr anderes als die 23-er eher sogar breitere Sessel :-)

Die 11-Bar-Legende kommt vermute ich aus diesen Zeiten, in denen es fachgerecht war 11 Bar auf den schmalen Reifchen zu fahren. Die 18-er waren jedoch auch sehr Pannen anfällig. Ich hatte die nur ein mal drauf.

Viel entscheidender als einem schnieken Rennradfahrer die 11 Bar zu unterstellen ist, sich immer schön nah an den aufgedruckten Maximalwerten orientieren. Mit jedem Rad, außer es geht ins Gelände bzw. das Wetter ist Mit. Bei Regen gern mal ein Bar weniger. Es gibt auch eine “ein Bar geht immer”-Fraktion, die immer ein Bar zu viel auf den Reifen tut, mache ich nicht, könnte ich mir höchsten als sinnvoll für lange Ausfahrten mit Latex-Schläuchen o.ä. vorstellen.

Zur Pumpe: Gute Standpumpen gibt es schon für 25 EUR, die schaffen auch locker 10 Bar. Einfach mal stöbern, in den Datenblättern der Pumpen ist auch der Maximaldruck angegeben. Entscheidend finde ich hier aber eher den Pumpenkopf, da gibt es von “Hakelig und nach drei mal Pumpen Gummi tauschen” bis “Dran, Drauf, Fertig”.

30 Mai 2010

ITIL Lite von Malcolm Fry

von Werner. Keine Kommentare

In den Ferien habe ich das Buch von Malcolm Fry “ITIL Lite: A Road Map to Implementing Partial or Full ITIL V3″ gelesen, hier folgt eine kleine Rezension:

Erwartet habe ich ganz platt ein Buch, dass festlegt welche der 30 Prozesse und 4 Funktionen aus ITIL v3 auch für kleine Betriebe zwingend notwendig sind und welche nicht. Also etwa die Frage beantwortet was kommt nach Incident, Problem und Change Management plus Service Desk. Das Buch beantwortet diese Frage nicht, sondern zeigt eine Herangehensweise wie diese Frage von der Organisation selbst beantwortet werden kann. Seine Herangehensweise ist:

  • Erläuterung eines einfachen Modells zur Planung und Entwicklung von Prozessmodelle, bestehend aus Transmission, Activity, Work Instructions, Control and quality sowie Linkage. Diese Modelle können mit einfachsten Mitteln ohne Tools verwaltet werden.
  • Ein Vorschlag zur Kategorisierung von ITIL v3 Prozessen und Funktionen in Action, Influence, Resource und Underpinning.
  • Die Vorgehensweise zur Auswahl der für die Situation des Unternehmens passenden Prozesse und Funktionen.
  • Einen Satz von vordefinierten Auswahlen und hier findet sich auch das “Bare necessities template” Incident, Problem, Change, Service Desk und Config.
  • Als Abschluss noch einen Satz von Vorlagen zur Vorbereitung und Verwaltung des Projekts bis zur Erstellung eines Master Plans.

Resümee:

Gut der Preis von Fachbüchern ist eben immer hoch, das wäre zu bemängeln oder einfach in Kauf zu nehmen.

In einigen Rezensionen wird erwähnt, das Buch eigne sich für einen Einstieg in ITIL. Das scheint mir unmöglich. Ich habe die Vermutung, Leser ohne ITIL Erfahrung werden nur etwas über eine abstrakte Vorgehensweise zur Einführung von ITIL lernen.

Leser die ITIL kennen, werden viele schöne Übersichten finden auch die Kategorisierungen liefern einige neue Erkenntnisse.

Der echte Mehrwert ist die strukturierte Vorgehensweise, in der ITIL-Komponenten bewertet und ausgewählt werden. Herr Fry beschreibt auch wie das im Team funktionieren kann. Ob man sich sklavisch an diese Vorgehensweise halten muss, steht auf einem anderen Blatt. Immerhin hilft das Buch dann dabei nichts zu vergessen.

Die von Herrn Fry Beispielhaft zusammengestellten Auswahlen von Prozessen und Funktionen sind mir ein wenig zu konstruiert. Aus den Unternehmen, die ich bisher gesehen habe, ließen sich einige typische Modelle extrahieren. Der Kern des Ganzen ist jedoch wie man zu seinem individuellen Ansatz kommt, der dann nach und nach eine volle ITIL v3 Implementierung bedeuten kann. Da wohl nur sehr, sehr wenige Unternehmen die Anforderung haben, alles was ITIL v3 so bietet umzusetzen hier noch eine letzte Kritik, der Titel des Buches ist falsch, der sollte gestrichen werden und der Untertitel stattdessen hergenommen werden “A Road Map to Implementing Partial or Full ITIL V3″.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen.

8 Mai 2010

Wahl-O-Mat zur Wahl morgen in NRW

von Werner. Keine Kommentare

Zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gibt es wieder einen Wahl-O-Mat. Wer nicht weiß, was das ist: Man bekommt eine Reihe von Fragen gestellt, kann diese mit Ja, Nein, Enthaltung beantworten oder überspringen. Das Endergebnis ist eine gewichtete Liste der Parteien und ein Vergleich der eigenen Antworten mit den Positionen der Parteien.

Also wählen gehen, am Besten mit: http://www.wahl-o-mat.de/nrw2010/

30 Apr 2010

Kubuntu 10.04 ist da!

von Werner. Keine Kommentare

Wenn ihr es unbedingt sofort saugen wollt, nutzt bitte die Torrent-Links, d. h. die CD-Images werden im Peer-to-Peer-Netzwerk verteilt.

Die erhaltenen .ISO-Images sollten per md5-Prüfsumme auf Korrektheit überprüft werden:

Ein bestehendes System lässt sich z. B. mit kdesudo ‘adept_manager –dist-upgrade’ auf 10.04 bringen, jedoch dürfte das in den nächsten Tagen sehr schwerfällig laufen. Am Besten den frühen Vormittag wählen, da schläft USA noch :-)
Viel Spaß!