27 Apr 2008

Web 2.0

von Werner

Als ich vor knapp 10 Jahren diese Web-Site aufgesetzt habe und nach und nach die Tipps zu StarOffice von den Uni-Servern übertragen habe, war definitiv die Zeit des Web 1.0. Die Seiten waren statisch und ein Layout für beide Browserkriegsbrowser war ein Kompromiss. Aber darum soll es gar nicht gehen, sondern eher um einen nicht-technischen Aspekt von Web 2.0.

Nachdem die StarOffice-Seiten bekannt wurden, stiegen die Zugriffe stetig und bald war die Grenze von 100.000 Hits pro Monat geknackt. Wow, was für ein Erlebnis! Zum Beispiel mehr als 5.000 Menschen, die diesen Monat eine bestimmte Seite abgerufen haben. Die Versionswechsel von StarOffice, OpenOffice, unfertige Recherchen, Hinweise auf Fehler und versteckte Funktionen: All das fraß nach und nach so viel Freizeit, dass ich die Pflege der StarOffice Seiten irgendwann bewusst abgeschlossen habe(*). Ich war eine kurze Zeit Web-Seiten-Hits-Held, dann Wartungs-Sisyphus.

Einen Blog einzurichten war eigentlich nur eine Übung zur Vorbereitung der Kneipenlesungs-Webseite. Ich hatte noch nicht verstanden, wie ich die regelmäßigen Veranstaltungen in einem Blog pflegen kann(**) und wollte mir einmal einen Blog im echten Alltagseinsatz anschauen, um dessen Natur zu verstehen.

Also was kann man sinnvoll in einen Blog schreiben, am besten das was man den ganzen Tag so anderen Leuten erklärt, herausgefunden hat oder was einem durch den Kopf geht. Von der Grundidee her keine Wartung der Artikel, durch Kommentare sogar eine Art Fehlerkorrektur. Die Verwendung eines existierenden Templates sorgt für ein Design, dass für fast alle Browser passt.

Irgendwann habe ich für meine auf der Welt verteilten Kollegen im Vertrieb eine kleine Serie IT Fundamentals angefangen. Diese hätte ich zu “Web 1.0″-Zeiten einfach per E-Mail verschickt. Nun sehe ich in den Statistiken, dass jeder Artikel ca. 200 Mal pro Monat aufgerufen wird. Also im Grunde genommen ein Abfallprodukt, dass nun (bis zu) 200 Leute im Monat interessiert.

Nicht mehr 5.000 von der Zielgruppe, sondern 200 von einer nicht geplanten Zielgruppe, das ist für mich das Erstaunliche an Web 2.0. Wenn es Euch interessiert, lest es gerne.

Fußnoten:

(*) Ich pflege immer noch Diplomarbeiten mit OpenOffice und StarOffice :-)

(**) Die Lesungsankündigungen sind tatsächlich Blog untypisch, technisch ein eigenes Template und Menü.

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