15 Dez 2010

Programmierprojekte vor und nach dem Studium

von Werner

Mein Studium habe ich mit Programmieren finanziert, das hat recht reibungslos funktioniert. Die meisten Applikationen waren Datenbank-Anwendungen meistens dBase, Clipper oder richtige Datenbanken via Borland Database Engine oder ODBC. Aber auch C und Delphi waren dabei. Die unten-stehende Übersicht ersetzt meine Web 1.0 Seiten:

Binärcode Multimedia für das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF)

Die Museumspädagogik im HNF veranstaltete für Kinder von 6 bis 10 Jahren das Inventorium-Binärcode. Diese Multimedia unterstützt das Lernen des Prinzips von Binärcodes. Die Kinder können mit dieser Anwendung ihre Ergebnisse kontrollieren und für Handarbeit zu umfangreiche Aufgaben lösen.

Verwaltung für Holzsubmissionen

Bei der öffentlichen Versteigerung von gefällten Holzbeständen müssen Angebotslisten von mehreren tausend Positionen an Käufer verschickt und ausgewertet werden.

Dies wurde früher wurde manuell erledigt, was zu wochenlangen Auswertungszyklen geführt hat. Dieses Programm automatisierte den ganzen Vorgang. Der Clou war, dass den Bietern ein kleines Tool auf 3,5″-Diskette zur Verfügung gestellt wurde, mit dem sie die Angebote digital abgeben konnten.

Messdatenverwaltung für den Fischereiverband Kurhessen Gewässergruppe Obere Eder

Dieses Programmpaket war das langlebigste Programmierprojekt von mir. Die erste Version wurde 1991 fertig.

Die Anwendung dient zur Erfassung von biologischen Daten rund um den Fluss Eder in Nordhessen. An dem Software-Projekt haben sich mehrere Biologen beteiligt, was zugleich das Hauptproblem darstellte, nämlich für die unterschiedlichsten Untersuchungsdaten eine gemeinsame Datenstruktur zu finden.

Da zur Projektlaufzeit die Beteiligten wechselten, wurde die Datenbankstruktur einige Male gewartet. Jedoch war sie so modular aufgebaut, dass sie nie redesigned werden musste. Das Programm wurde stetig um Funktionalität erweitert. Dies Betraf vor allem statistische Auswertungen und Integritätsprüfungen der Messdaten.

Das Programm wurde unter Ashton Tate dBase IV 1.0 bis Borland dBase 5.0 entwickelt. Es bestand in der finalen Version aus ca. 15.000 Code-Zeilen, 2.000 Kommentarzeilen, 600 Leerzeilen und 11.000 Zeilen Dokumentation.

Programmierarbeiten im Fachbereich Physik der Universität Paderborn

Über drei Jahre meines Studentenlebens habe ich im Fachbereich Physik in der Verwaltung programmiert. Meist galt es alte Programme zu ergänzen oder zu warten. Ich habe dort aber auch eigene Projekte realisiert.

Verwaltung für das Kristalllabor

Hier musste eine alte bestehende Verwaltung gekapselt und mit einer neuen Benutzeroberfläche ausgestattet werden. Natürlich kamen gleich noch ein paar neue Funktionen dazu. Das alte Projekt war, wie immer, nur zu 1% dokumentiert.

HeLiA

Das Hersteller Lieferanten Adressprogramm war ein fachbereichsinternes Adressprogramm, dass in einem PC-Netz betrieben wurde. Besonderheit hier war, dass mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen gearbeitet wurde, das Programm eine CUA-Oberfläche hatte und mit der “Wer liefert was?”-Verwaltung zusammenarbeitete.

WerWas

“Wer liefert was?” ist ein Programm mit einer Oberfläche ähnlich dem Norton Commander. Man kann damit Hersteller, Lieferanten und Waren in jeder beliebigen Reihenfolge kombinieren und so geeignete Pakete für die nächsten Warenbstellungen herausfinden. Das Verwalten beliebiger Relationen war ein ernsthaftes Entwurfsproblem. Die daraus resultierenden SQL-Statements mussten stets optimiert werden.

Konten-Auswertungsprogramm

Mit diesem Programm konnten Konten- und Auftragsdaten aus der Universitätsverwaltung ausgewertet werden. Obwohl die Themenstellung nicht nach viel klingt, war dies das größte Projekt. Eine besonderes Herausforderung war die Performance, da viele Auswertungen über alle Konten gingen und diese zuvor beliebig gefiltert werden konnten. Die Lösung beinhaltete eine automatische Optimierung der Auswertungskriterien des Benutzers, so dass dieses Programm fast alle Anfragen live in wenigen Sekunden auswerten konnte.

Und noch vieles mehr…

Eine Verwaltung für Software, eine Verwaltung für Autoteile, eine Benutzerverwaltung für StarOffice 4.0, einen Haufen von Mini-Tools zum Anmelden, Online-konvertieren, Generatoren, Listen erstellen, etc. Hat Spaß gemacht, reicht aber irgendwann. Bei Sun Microsystems habe ich dann ganz wenig C++ und Java gemacht, um dann nur noch ANT-Skripte zu bauen und dann Hauptamtlich gar nicht mehr zu programmieren. Nebenamtlich schon noch :-)

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