FreeDOS vom USB-Stick booten

Einige BIOS-Updates sollen heute via Windows gemacht werden, das finde ich Erstens nicht so schlau und Zweitens sperrt das Linux-Benutzer aus. Zumeist können diese BIOS-Updates auch via DOS-Programm geschehen. Dazu muss eine DOS-Startdiskette mit BIOS-Flash-Tool gebaut werden und auf einen USB-Stick gebracht werden. Ist gar nicht schwer, nur habe ich bis dato keine vollständige im Netz Anleitung gefunden. Hier ist meine.

Hinweis

Auf dieser Seite findet Ihr einen persönlichen Erfahrungsbericht. BIOS-Updates sind eine echt gefährliche Sache. Macht das bitte nur, wenn Ihr Euch damit auskennt. Lasst Euch sonst lieber von Eurem Händler oder Bekannten helfen. Ich übernehme keinerlei Garantie für die Angaben und es gilt der rechtliche Hinweis.

Los geht’s

Eine FreeDOS BootDisk herunterladen. Ich würde die 2,88 MB Version vorziehen, denn Ihr benötigt noch Platz für Flash-Tool und BIOS-Update. Archiv auspacken etwa gunzip FDSTD.288.gz (oder wie immer per Mausklick). Nun ein Verzeichnis anlegen in das ihr das Image einbinden könnt, etwa: mkdir /tmp/msdos. Nun als root das Image mounten und benötigte Dateien in das DOS-Image kopieren.

sudo mount -o loop FDSTD.288 /tmp/msdos/
sudo cp /tmp/biosupdate/* /tmp/msdos/
sudo umount /tmp/msdos/

Nun via UNetbootin das Disketten-Image auf einen USB-Strick transferieren. Einfach aus den Ubuntu-Quellen das Paket unetbootin installieren, USB-Stick einstecken und unetbootin starten. Dann ggf. als Anleitung http://wiki.ubuntuusers.de/UNetbootin zu Rate ziehen.

Falls der USB-Stick als Boot-Medium nicht funktioniert, so gibt es mehrere Gründe:

  • Es gibt ältere USB-Sticks von denen nicht gebootet werden kann, einfach einen anderen ausprobieren.
  • Der Stick sollte im Windows-Format also vfat vorliegen (http://wiki.ubuntuusers.de/Formatieren).
  • Ältere Rechner zicken auch gerne mal rum. Schaut mal durch das BIOS und stellt Boot-Medien sowie den USB-Support (legacy-mode) entsprechend ein.

Tipps zum BIOS-Update im Allgemeinen:

  • Do not fix anything that is not broken. Bitte nur BIOS updaten, wenn es wirklich nötig ist und Ihr damit eine Störung behebt.
  • Es gibt einige BIOS-Varianten, die neue BIOS-Versionen von einem USB-Stick selbst einlesen können. Einfach mal ins Handbuch schauen und beim nächsten Computer als Kaufkriterium merken.
  • Nutzt die Backup-Funktion des BIOS-Tools, erst weitermachen wenn das sicher erstellt wurde.
  • Es gibt einige Hersteller, die stellen ein fertiges ISO-Image zum flashen bereit. Dieses kann per gebrannter CD oder USB-Stick (UNetbootin) fix und fertig benutzt werden.
  • Google ist dein Freund „Linux BIOS Update <Marke> <Modell>“, sucht nach Erfahrungsberichten für Euer Notebook oder zumindest Modellen einer ähnliche Baureihe. Sollten die nicht vorliegen, arbeitet Ihr ohne Netz und doppelten Boden.
  • Wir das BIOS-Flash-Tool nur als .EXE-Datei bereitgestellt so versucht dies zuerst per unzip oder unrar zu entpacken. Falls das nicht funktioniert hilft es meist das .EXE mit Wine zu starten. Dadurch erhält man meist die benötigten Dateien.
  • Wenn in dem Archiv des Herstellers nur die Windows-Variante des Flash-Tools vorliegt, hilft wieder Google: Sucht gezielt nach dem passenden DOS-Flash-Tool z.B. „<Hersteller> phlash16.exe“ idealerweise auf den Support-Seiten Eures Herstellers.

Nochmal: Auf diese Weise könnt Ihr in Sekunden aus einem passablen Computer Computerschrott herstellen. Bitte fragt jemanden der sich damit auskennt.

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