Dresscode ist Business Casual

Aus meiner bescheidenen Erfahrung gibt es kaum etwas unkonkreteres als den Hinweis, dass ein bei einem geschäftlichen Treffen eine Kleidung „Business casual“ erlaubt. Das ist in den letzten Jahren so breit getreten worden, dass man hier fast alles darunter versteht.

Im produzierenden Gewerbe habe ich erleben dürfen, dass „Business casual“ kariertes Markenhemd, hochwerige Bluejeans und sportliche helle Schuhe bedeuten kann. Aber auf der anderen Seite der Spannbreite bei einer Versicherung traf ich auf hellere Anzugfarben, gemusterte Krawatten und den Verzicht auf Manschettenknöpfe als „Business casual“. Zugegeben von Bluejeans bis Anzug ist das die volle Bandbreite, nur wie findet man die Mitte.

Bedeutet Business Casual schwarze (Jeans-)Hose plus Hemd oder sollte es ein Anzug sein, ist eine Frage die kein LinkedIn- oder Xing-Style-Berater beantworten kann. Internet-Business-Style-Berater raten hier immer zu der Variante mit Anzug, ich nicht. Einen ganzen Abend over-styled herumzulaufen ist echt blöd.

Wenn man den Einladenden nicht gut kennt, würde ich immer nachfragen was Business Casual in dessen Kontext meint. Nur wenn man gar nicht fragen kann, hilft vielleicht ein lässiger Anzug und ein dezent gestreiftes Hemd, so ist man einigermaßen kompatibel gekleidet. Bei Business Casual gleich Bluejeans lässt man das Jackett in der Garderobe und bei Business Casual gleich schwarzer Anzug ohne Krawatte ist man leicht under-dressed, auch muss man eben cool bleiben.

Wenn ihr selber die Einladung schreibt und neue Gäste begrüßt schreibt doch bitte zwei Worte mehr als „Business Casual“ das hilft euren Gästen und ihr seit ein guter Gastgeber.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.