SuSE 9.2 auf einem Acer Aspire 1355LCi

Stand 06.03.2005

Hinweis

Auf dieser Seite findet Ihr einen persönlichen Erfahrungsbericht wie ich mein Notebook unter Linux ans Laufen gebracht habe. Dies ist keine offizielle Support-Page! Ich übernehme keinerlei Garantie für die Angaben und es gilt der rechtliche Hinweis.

An welche Leser wende ich mich? Mit SuSE 9.2 läuft das Notebook nach der Installation zwar im wesentlichen, wenn Ihr aber dennoch etwas dazubaseln möchtet, muss kompiliert werden. Das müsst Ihr bitte selber hinbekommen. Aber keine Angst: Das heißt im wesentlichen
1. Mit YaST2 die Selektion "C/C++ Compiler und Werkzeuge" und die Kernel-Sourcen nachinstallieren
2. Readme-Dateien lesen
3. Die Fehlermeldungen bei ./configure bzw. make lesen und die Problemchen lösen

Positiv gesprochen, man kann hier mal wieder viel lernen. Mal ehrlich, das ist doch viel cooler als ein setup.exe aufrufen und im Fehlerfall auf den Hersteller angewiesen zu sein, oder?

Los geht es!

Die Installation von SuSE 9.2 startet Ordungsgemäß und meldet gleich, dass hier wohl ein Acer Notebook 13xx installiert werden soll. Hört sich gut an, läuft auch glatt durch.

Die Installation von SuSE 9.0 wird hier beschrieben.

Werksseitig

Das Notebook kommt mit Windows XP Home installiert auf einem FAT-Dateisystem. Während der letzten Installation lief SuSE 9.0 noch friedlich neben dem Windows, d.h. YaST2 hat die FAT32-Partition verkleinert. Da ich aber während des gesamten letzten Jahres Windows vielleicht 3 mal gebootet habe, ist es jetzt vollständig von der Platte geflogen.

o Powermanagement APM und ACPI

Im Gegensatz zu SUSE 9.0 und 9.1 lief das Powermanagement auf Anhieb. Batteriestaus, alles toll, bis zu dem Moment, an dem ich meine USB 2.0 Festplatte einstöpselte. Bei aktiviertem ACPI funktionieren USB 2.0 Geräte nicht. /var/log/messages gibt die Meldung "kernel: ehci_hcd 0000:00:10.3: Unlink after no-IRQ? Different ACPI or APIC settings may help." aus. Der entscheidende Hinweis kam von Dr. H.-J. Sölter, der mir seine Konfiguration sendete: Wenn man das System mit "pci=noacpi" startet läuft sowohl Powermanagement, als auch USB 2.0.

- YaST2 starten
- System -> Konfiguration des Bootloaders
- Nun den Standardabschnitt bearbeiten und den Parameter "pci=noapci" ergänzen. Der gesamta Abschnit sieht bei mir so aus: "/boot/vmlinuz root=/dev/hda1 vga=0x317 selinux=0 pci=noacpi splash=verbose resume=/dev/hda2 desktop elevator=as showopts"

Mit einem ganz aktuellen Kernel 2.6.11 ab rc3 funktioniert USB2.0 auch ohne diesen Kernelparameter.

Wie von SuSE 9.0 gewohnt, schaltete sich das Notebook nur ohne Netzteil korrekt aus. Hier half des Kernelupdate vom 27.12.2004. Nun schaltet sich das Ding endlich immer und überall aus.

+ USB (VIA)

Funktioniert, siehe Powermanagment für die richtigen Einstellungen. Getestet mit USB Mass-Storage 1.1 und 2.0 Geräten, Maus, sowie einem USB Scanner.

o Tastatur

Funktioniert. Die Funktionstasten "Fn" für LCD-Helligkeit, Nummernblock und Rollen funktionieren. Die für Lautstärke und Suspend funktionieren nicht. Mangels externem Monitor, kann ich die Displayumschaltung nicht testen, scheint aber nicht zu funktionieren. Die Applikations-Startknöpfe "Launch-Keys" funktionieren nicht.

Ein paar der "Fn"-Tasten und Launch-Keys geben Keycodes von sich, wenn man Spaß hat kann man z.B. die Lautstärkeregelung ans Laufen bringen.

Hinweise:
- Keycodes kann man mit "xev" herausfinden
- Keycodes kann man mit "xev" herausfinden
- Keycodes kann man mit "xev" herausfinden
- Keycodes kann man mit "xev" herausfinden
- Eine händische Lösung beschreibt http://bernd-wurst.de/linux/tm800.php#mmkeys
- (ungetestet!) Ein Tool dafür findet man unter http://ypwong.org/hotkeys/ eine Beispiel XML-Konfiguration unter http://www.nervous.it/hw/aspire1300.def

+ Grafikkarte ATI Mobility Radeon 9200

Funktioniert. Wird automatisch erkannt (radeon). 3D muss manuell eingeschaltet werden. Auch der Monitor muss händisch als "LCD 1024x768@60 HZ" eingetragen werden. Ich vermute mal, dass man die Unterstützung eines externen Displays per /etc/X11/XF86Config konfigigurieren kann. Ausprobiert habe ich das bisher nicht.

++ Modem Agere Systems AC'97 Modem (Intel 537)

Wird erkannt, eingebunden, aber nicht gestartet :-(
Durch eintragen der Zeile "/sbin/modprobe slamr" in die Datei /etc/init.d/boot.local wird das Modul bei jedem Systemstart geladen. Die Baudrate kann man im YaST2 übrigens auf 115.200 einstellen.

++ Touchpad Synaptics

Wird erkannt und funktioniert auch.

++ DVD/CD-RW Laufwerk

Läuft 100% mit voller Geschwindigkeit und Burnfree. K3B erkennt das Laufwerk nun automatisch (generic-mmc).

? IrDA

Bin ich nicht ernsthaft nachgegangen.

++ Netzwerkkarte 10/100 VIA Rhine II (VT6102)

Wird automatisch erkannt mit dem Treiber via-rhine.

- Wireless LAN Realtek RTL8180 Wireless LAN (Mini-)PCI NIC

Läuft anscheinend nur mit ndiswrapper. Hier eine Installationsanleitung, die Andreas Bücker mir zur Verfügung gestellt hat. Ich habe sie auf die Zielgruppe dieser Seite angepasst.

Realtek 8180L auf Acer Aspire 1357LMi unter Suse Linux 9.1

Das Ndiswrapper Projekt ermöglicht die Verwendung von WLAN Hardware unter Linux, die eigentlich nur für Windows gedacht sind. Ndiswrapper setzt ein Kernelmoduls ein, welches sich sozusagen um den NDIS-Treiber "herumlegt" (wrap around) und dadurch eine Unterstützung für einige Windows-Netzwerktreiber unter Linux darstellt.

Die NDISWrapper Anleitung auf der SuSE-Seite sollte man sich vorher zur Gemüte führen: http://portal.suse.com/sdb/de/2004/04/pohletz_ndiswrapper.html

Installiere zunächst das Paket ndiswrapper mit YaST2.
Lade den Kartentreiber herunter, möglichst als .zip oder .tar.gz Version: http://www.realtek.com.tw/downloads/downloads1-3.aspx?keyword=8180

Die Installation muss als user root erfolgen. Entpacke den Treiber zum Beispiel im Ordner /tmp.

su -

cd /tmp
unzip -d treiber /tmp/winxp-8180\(168\).zip

Nun muss der Treiber installiert werden:

ndiswrapper -i /tmp/treiber/NET8180.INF

Wenn die Installation abgeschlossen ist, kann man mit

ndiswrapper -l

prüfen ob der Treiber korrekt installiert wurde. Folgende Ausgabe sollte erfolgen:

Installed ndis drivers:
net8180

Mit modprobe wird das Modul geladen

modprobe ndiswrapper

Erscheint keine Fehlermeldung, wurde der Treiber erfolgreich geladen. Die Ausgabe des Befehls dmesg zeigt dann weitere Informationen an:

ndiswrapper version 0.6+CVS loaded
ndiswrapper adding rtl8180.sys


Nun ist der Treiber geladen und es muss noch die WLAN-Schnittstelle konfiguriert werden, siehe http://portal.suse.com/sdb/de/2002/11/wavelan.html

Um das Modul beim Starten des Rechners zu laden, muss man noch abschliessend folgenden Befehl eingeben:

ndiswrapper -m


Bei Routeproblemen (Danke an koebrunner) versuche mal folgendes in YaST2:

Anschließend in der Datei /etc/sysconfig/network/ifcfg-wlan0 ganz oben den Eintrag DHCLIENT_PRIMARY_DEVICE='yes' einfügen. Danach eth0 wieder in die Konfiguration integrieren.
Die WEP-Verschlüsselung würde ich erst mal weglassen, bis alles funktioniert.

? FireWire Texas Instruments TSB43AB21 IEEE-1394a-2000 Controller

Scheit zu laufen (ohci1394). Ich habe kein FireWire Gerät zum testen.

? PCMCIA Texas Instruments PCI1410 PC card Cardbus Controller

Scheit zu laufen (yenta_cardbus). Ich habe kein PCMCIA Gerät zum testen.

++ Audio VIA Technologies, Inc. VT8233/A/8235 AC97 Audio Controller

Läuft mit Treiber via82xx.

Anregungen?

Verbesserungsvorschläge, Lösungen, etc. bitte an mich werner@wernerroth.de.



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