Zeitmanagement Standards

Sich die Arbeit zu organisieren ist eine erstaunlich individuelle Sache. Seit fast drei Jahren nutze ich mein aktuelles System. Es basiert auf den typischen Zutaten Rund um das Konzept von David Allen: Wie ich die Dinge geregelt kriege (Getting Things Done, GTD). David Allen zeigt in seinem Buch eine Selbstmanagement-Methode auf, die hilft Übersicht zu behalten und den Kopf zu leeren, in dem alle Eingangskörbe geleert werden.

Die Methode ist so simpel, dass man nur die ersten Seiten seines (trotzdem empfehlenswerten) Buchs lesen muss. Eigentlich reicht aber auch der Wikipedia-Artikel Getting Things Done, um die wichtigsten Elemente zu verstehen. Außerdem scheint mir David Allen ein Papier-basierter Mensch zu sein. Wenn mir jemand ein Stück Papier in die Hand gibt frage ich im Regelfall nach der digitalen Variante.

Eine schöne Zusammenfassung dieser Art von Selbstmanagement ist Zen to done. 50 Seiten kurz, Deutsch und kostenfrei. Als Einstieg sehr geeignet. Vor allem weil es eine Vorgehensweise zur Einführung des Systems enthält, die nicht so drastisch ist, wie die des Originals.

Falls Ihr zu denen gehören wollt die angesprochen werden, wie es denn kommt, dass Ihr zeitgerecht auf E-Mails reagiert obwohl gerade die Welt um Euch zusammenbricht, kann ich nur Inbox Zero von Merlin Mann empfehlen. Das Prinzip ist super simpel. Erfordert in den ersten Tagen viel Mut und Überwindung, dann funktioniert es.

Meine E-Mail-Order-Struktur ist:

+-00_todo          (Tagesgeschäft)
+-10_wiedervorlage (zu kontrollierende Kommunikation)
+-50_regelbasiert  (per E-Mail-Filter gefütterter Eingangskorb)
+-99_archiv        (Ablage aller E-Mails keine Unterordner!)

nur in ganz seltenen Fällen, bei ganz konkreten Sammel-Aktionen oder ähnlich kommt noch ein weiterer Ordner temporär hinzu.

Eine ganz wichtige Bitte, auch wenn Ihr Euch die Elemente dieser Methoden raus-picken sollt. Beherzigt die Anregung sich am Anfang nicht mit technischen Gadgets zu beschäftigen. Ein Zettel reicht aus.

Falls Ihr diese Art von Selbstmanagement erfolgreich umgesetzt habt, bleibt noch eine Frage: In vielen Firmen, Behörden, etc. gilt es als Schick Abgabetermine zu reißen, spät oder gar nicht zu reagieren oder eine Riesen-Müllhalde auf dem Schreibstich zu pflegen. Die Frage wie damit umzugehen ist nicht ganz einfach. Ich rate zu Selbstvertrauen, gegebenenfalls offensiv nach dem Motto „Getting Things Done“ zu werben. Aber könnte auch verstehen, wenn Ihr  ähnlich der Dekoration im Möbelhaus immer einige Stapel verstaubten Papiers auf dem Schreibtisch lagert 🙂

iX kompakt IT-Projekte

Das Sonderheft der iX zum Thema Projektmanagement besteht aus einzelnen Artikeln, die im Grunde Werbung für Bücher aus dem Heise-Verlag machen. Aber so entsteht auch eine sehr schöne Mischung aus verschieden Aspekten von IT Projekten. Von Grundlagen des Projektmanagments, IT Managment, Juristerei über Soft Skills oder Multi-kulturelle Projekte.

Es geht zwar meist um Software-Entwicklungs-Projekte, aber viele Menschlein verfügen ja über Kenntnisse in Transfer und Adaption. Sprich, obiges ist ein Hinweis kein Problem 🙂

Das Sonderheft begleitet mich zur Zeit auf Dienstreisen. Gerade auf den Rückfahrten bei denen ich nicht mehr konzentriert arbeiten mag, lese ich den ein oder anderen kurzweiligen Artikel. Ideale Zielgruppe des Heftes aus meiner Sicht sind Berufseinsteiger, die sich orientieren möchten. Ideale Zielgruppe aus Sicht des Verlags angefixte IT-ler aka zukünftige Käufer der dahinter stehenden IT Bücher.

Bewertung: Eine Übersicht über IT Projektmanagement könnte noch harmonischer und umfassender gestaltet sein, ich habe aber auch schon 10 EUR für weniger interessantes angelegt. Daumen hoch!

Kneipenlesung aktualisiert

So, zu dem neuen, klareren Layout der Kneipenlesung gab es nur wenig Kritik: Nicht so weiß und wo ist denn das schöne Logo? Gesagt getan, jetzt ist die Seite Chamois. Aber das schöne Logo habe ich nicht unterbringen können, das klare Design wollte ich nicht belasten. Die Lösung präsentiert sich verschämt rechts unten mit dem großen Bruder als Link.

Ach ja, http://validator.w3.org/ hat mich wieder mal genervt. Das habe ich nach alter Art <img …> nicht mit /> beendet. Die Fehlermeldungen waren Sondernormen. Egal, jetzt klappt es auch und ist valid XHTML 1.1!

P.S.: Das alte Layout war in der Art „Nacht und Neon“. Wer nun gedacht hat, dass das Hintergrundbild mit Gimp und Co. verschönert worden ist. Eine Straßenlaterne auf Malta und ein Mini-Stativ haben für diesen  Strahleneffekt gesorgt.