Hauppauge WinTV-dualHD DVB-T2 unter Kubuntu 18.04

Nun wurde auch bei uns in der Gegend auf DVB-T2 umgestellt, also musste neue DVB-T2-Hardware her. Nach etwas Recherche habe ich mich für eine Hauppauge WinTV-dualHD entschieden. Warum diese Karte? Vor allem weil LinuxTV sagt die Karte sei lauffähig. Die Dual-Tuner-Version war kaum teurer, als die singleDH-Variante und ermöglicht das aufzeichnen eines Kanals und das anschauen eines anderen Programms.

Soweit mir bekannt lassen sich unter Linux im Moment via DVB-T2-Stick nur öffentliche rechtliche Programme empfangen bzw. dekodieren. Auch wird in den Foren geschrieben, dass man etwas Rechenleistung benötigt. Mein altes „Intel® Core i5-4670 3,4 GHz HD Graphics 4600“-System wird beim schauen eines Programms zu ca. 25% ausgelastet.

Nun ans Werk. Die Karte auspacken, Antenne anschließen, aber noch nicht an den Computer anschließen. Hier erst eine Konsole starten und auf die Systemmeldungen lauschen:

tail -f /var/log/syslog

Wenn ihr nun die Karte einsteckt lässt sich den Meldungen einiges entnehmen. Ich kürze die Kernelmeldungen mal auf das Interessanteste:

usb 3-5: new high-speed USB device number 6 using xhci_hcd
usb 3-5: New USB device found, idVendor=2040, idProduct=0265
usb 3-5: New USB device strings: Mfr=3, Product=1, SerialNumber=2
usb 3-5: Product: dualHD
usb 3-5: Manufacturer: HCW
em28xx 3-5:1.0: New device HCW dualHD @ 480 Mbps (2040:0265, interface 0, class 0)
em28xx 3-5:1.0: DVB interface 0 found: isoc
em28xx 3-5:1.0: Identified as Hauppauge WinTV-dualHD DVB (card=99)
tveeprom: Hauppauge model 204109, rev B3I6, serial# 14027788
tveeprom: tuner model is SiLabs Si2157 (idx 186, type 4)
tveeprom: TV standards PAL(B/G) NTSC(M) PAL(I) SECAM(L/L') PAL(D/D1/K) ATSC/DVB Digital (eeprom 0xfc)
si2168 8-0064: Silicon Labs Si2168-B40 successfully identified
si2168 8-0064: firmware version: B 4.0.2
si2157 9-0060: Silicon Labs Si2147/2148/2157/2158 successfully attached
si2168 8-0064: Direct firmware load for dvb-demod-si2168-b40-01.fw failed with error -2

Die Karte meldet sich, das ist prima, es fehlt aber eine bestimmte Firmware. Der Kernel sagt uns sogar wie die gewünschte Datei heißt. Diese ladet ihr bitte von folgender Seite herunter und kopiert sie nach /lib/firmware. https://github.com/OpenELEC/dvb-firmware/tree/master/firmware

sudo cp /home/heinbloed/dvb-demod-si2168-b40-01.fw /lib/firmware/

Am besten den Rechner neu starten und wieder mit tail -f /var/log/syslog nachsehen. Die Firmware wird geladen sagt folgende Zeile: downloading firmware from file ‚dvb-demod-si2168-b40-01.fw‘. Fertig, die Karte läuft!

Kaffeine

Als TV-Anwendung eignet sich Kaffeine ganz gut. Dazu im Menü Fernsehen -> Fernsehen einrichten… wählen. Tab „Gerät 1“ hier unbedingt unter DVB-T2 als Quelle „de-All“ wählen, mein Bundesland NRW hat zumindest hier in der Gegend nicht funktioniert. Unter Fernsehen->Kanäle die Fernsehsender suchen lassen, übernehmen, sortieren, etc. und es kann los gehen.

Channel-Liste für VLC oder VDR

Für VLC oder den VDR (Video Disc Recorder) müsst ihr eine channel-liste zur Verfügung stellen, dies geht für gewöhnlich mit w_scan.

sudo apt-get install w-scan
w_scan -f t -c DE -A 1 -L > vlc.xspf
w_scan -f t -c DE -A 1 -X > channels.conf

Hardware

lsusb gibt aus:

Bus 003 Device 006: ID 2040:0265 Hauppauge 

Hinweis

Auf dieser Seite findet ihr einen persönlichen Erfahrungsbericht wie ich diese Hardware unter Linux ans Laufen gebracht habe. Dies ist keine offizielle Support-Seite! Ich Übernehme keinerlei Garantie für die Angaben und es gilt der rechtliche Hinweis.

Eine sehr gute Quelle für Hinweise und Fragen ist http://wiki.ubuntuusers.de/

Auf Hitze mit Geschichtsbetrachtung reagieren

Bei den hundertundeinem Tipps zur besseren Bewältigung der aktuellen Hitze fehlt mir ein naheliegender Tipp: Den Nachmittag in einem Museum zu verbringen.

Aufgrund der Exponate sind Museen wunderbar klimatisiert und mal den Kopf für etwas Geschichte oder Kunst frei zu bekommen lohnt doch eigentlich immer.

Kubuntu 18.04 Audiogeräte zur Laufzeit erkennen

Ich bin so wahnsinnig und betreibe an meinem Kubuntu-Desktop einen 5.1-Reciever an einem zweiten Display-Port-Eingang allein für die Audio-Ausgabe. Nun kommt es vor, dass ich den Reciever erst später hinzu schalte. Das bekommt PulseAudio 11.1 jedoch leider nicht mit. Eine Option dem Daemon anzustoßen, die Audiogeräte neu einscannen, kenne ich jedoch nicht. Der Behelf ist einfach und sollte für alle Audio-Geräte funktionieren, egal ob via HDMI, DisplayPort, Bluetooth oder USB-Audio. Wobei Bluetooth- und USB-Audio Geräte bei mir anstandslos zur Laufzeit erkannt werden.

Option 1 per Kommando „pacmd exit“ PulseAudio neu starten.

Option2 das udev-Modul entladen und neu laden

pacmd unload-module module-udev-detect
pacmd load-module module-udev-detect

Buchkauf offline als Mann

Ich fühle mich diskriminiert, denn ich nutze durchaus den selbsternannten Fachhandel zum Bücherkauf. Allerdings läuft das ungefähr so ab: Anwesende Kundinnen werden so lange vorgezogen bis man dann meint einen der stöbernden Herren bedienen zu müssen. Zur Begrüßung lautet der Satz „Guten Tag, wollen Sie etwas abholen?“.

Lieber offline Buchhandel, noch konsequenter wäre es mich das Nächste mal mit „Warten Sie hier auf jemanden?“ anzusprechen.

Die Sache wendet sich tatsächlich, wenn ich eine Kneipenlesungs-Einkaufstasche dabei habe. Dann werde ich als Kunde ernst genommen, auch wenn hie und da eine leichte Unsicherheit in den Augen der Buchhändlerin zu bemerken ist.

Somit wechsele ich nun zu dem großen Online-Buchhändler mit „A“. Da werde ich ernst genommen! Das Online-Portal fragt mich höflich „Sie lesen Bücher von Max Goldt, möchten Sie nicht auch mal bei Wiglaf Droste rein schauen?“ Ja, das will ich.

Das mit dem Online-Buchhändler war natürlich nur ein Spaß, aber verdient hättet ihr das! Übrigens, die Frau gerade vor mir hat eine heruntergesetzte rosa Einhorn-Tasse gekauft, nicht gerade Hochliteratur.

Kubuntu 18.04 ist da!

Kubuntu heißt jetzt Bionic Beaver, also bionischer Biber und wieder eine LTS Version, die 36 bzw. als Ubuntu 60 Monate lang gepflegt wird. Bionic ist wie immer am besten über ein Peer-to-Peer-Netzwerk herunterzuladen. Nutzt die untenstehenden Torrent-Links:

Die erhaltenen .ISO-Images sollten per md5sum, sha1sum oder sha256sum auf Korrektheit überprüft werden:

Die obigen Images (ca. 1.7 GB) können via UNetbootin auf einen USB-Strick transferiert werden oder auf eine DVD gebrannt werden.

Ein bestehendes System lässt sich z. B. mit der Softwareverwaltung auf 18.04 bringen. Wer die Maus nicht mag, kann auch ein Distributionsupgrade auf der Kommandozeile erzwingen:

kdesudo "do-release-upgrade -d -m desktop -f DistUpgradeViewKDE"

Viel Spaß!