Netzwerk mit zwei WLAN-Access-Points

Folgende Aufgabe: Der DSL-Router steht im Hausanschlussraum. Dieser könnte zwar Wireless LAN (WLAN), aber durch die Betondecke ergibt das keinen Sinn. Aus dem Hausanschlussraum geht es per Sternverkabelung CAT7-Twisted-Pair-Kabel in alle Räume. Für eine vernünftige Abdeckung sollten es nun zwei Wireless-Access-Points sein, die natürlich das selbe Netz funken. Ach ja ein Gast-WLAN wäre natürlich auch schön. Zwei mit Kabel verbundene WLAN-Access-Points sind so ziemlich die einfachste Lösung ein großes WLAN aufzuspannen, deshalb gibt es dafür vermutlich keine Anleitung im Netz. Diese Anleitung enthält:

  • Wie konfiguriere ich zwei Router so, dass sie sich nicht gegenseitig stören?
  • Wie bringe ich DD-WRT auf einen TP-Link TL-WR1043ND?
  • Welche Einstellungen sollten zwei „gleiche “ Access Points haben?

Das Schaltbild ist folgendes:

Hinweis

Auf dieser Seite findet Ihr einen persönlichen Erfahrungsbericht. Konfigurieren an Netzwerkgeräten ist nichts für Anfänger. Diese Warnung ist wirklich ernst gemeint, ihr könnt die Geräte dabei unbrauchbar machen. Macht das bitte nur, wenn Ihr Euch damit auskennt. Lasst Euch sonst lieber von Eurem Händler oder Bekannten helfen. Ich übernehme keinerlei Garantie für die Angaben und es gilt der rechtliche Hinweis. Die hier angegebenen IP-Adressen und -Ranges müssen an Euer Heimnetz angepasst werden. Bitte schaut in das Handbuch Eurer Hardware, mit welchen Werkseinstellungen die arbeiten.

Überblick DSL-Router und ein zweiter Router in einem Netz

DSL- oder WLAN-Router sind Marketingbegriffe, eigentlich sind das multifunktionale Netzwerkgeräte. Deshalb bitte ich eventuelle Begriffsverwirrungen zu entschuldigen. Der DSL-Router im Keller deckt typischerweise bereits folgende Funktionen ab:

  • Stellt den Internetzugang per integriertem Modem bereit
  • Vergibt per DHCP allen angeschlossenen Geräten eine IP-Adresse hier 198.168.2.2 bis 198.168.2.254
  • Sorgt für die Namensauflösung (DNS) im Heimnetz
  • Stellt als Switch vier oder mehr LAN-Ports zur Verfügung

Ein zweiter Wireless-Router wie der TP-Link TL-WR1043ND oder jeder andere WLAN-Router kommt mit ähnlichen Funktionen daher:

  • WAN-Port (hier blau) zur Verbindung in das Internet z.B. via DSL-Modem
  • DHCP-Server
  • Switch und WLAN Access Point

In diesem Fall soll der Wireless-Router nur als Access Point (AP) bzw. Switch arbeiten, deshalb ist der blaue WAN-Port (erstmal) tabu. Auch den DHCP-Server können wir nicht gebrauchen, denn alle Netzwerkgeräte egal ob direkt mit dem DSL-Router oder Access Point #1 oder #2 verbunden sollen in dem selben Netz sein und sich gegenseitig sehen. Insbesondere wenn beide Wireless-AP das selbe WLAN aufspannen sollen. Nehmen wir einmal an die beiden WLAN-Router würden einfach so in das Netz gehangen, dann entsteht folgendes Bild:

Somit ergeben sich 3 Subnetze 192.168.2.x (türkis), 192.168.1.x (magenta) und 192.168.1.x (gelb). Der PC Berta erhält seine IP-Adresse (192.168.1.2) vom WLAN-Router #1. Der PC Agathe 192.168.2.2 (wie gehabt) vom DSL-Router. PC Berta kann nun PC Agathe sehen, jedoch nicht PC Carmen. Wollen wir so nicht, sondern der DSL-Router soll alleinig für die Vergabe der IP-Adressen (DHCP) und DNS zuständig sein. Etwa so:

 

Teil 1 – DSL-Router konfigurieren

Vom DSL-Router wollen wir gar nicht viel. Der eingebaute DHCP-Server soll nur einen IP-Bereich freilassen. In meinem Beispiel darf der DHCP-Server für PCs, Drucker und andere Clients die IPs von 192.168.2.2 bis 192.168.2.250 vergeben. Es wird ein freier Bereich benötigt egal ob am Anfang oder am Ende des IP-Adressraums. Dazu muss der DSL-Router konfiguriert werden. Das Handbuch verrät wie. Das Einschränken der DHCP-Adressen sollte eigentlich kein problematischer Eingriff sein. Trotzdem immer vorher ein Backup der Konfiguration des Routers machen und das Handbuch (.PDF aus dem Internet?) bereitliegen haben. Falls Ihr Euch dabei wirklich den Router zerschießt, müsst Ihr ihn vermutlich auf Werkseinstellungen zurücksetzen und das Backup einspielen.

Nach speichern der Einstellungen muss der DSL-Router eventuell neu gestartet werden. Fertig mit Teil 1.

Teil 2 – WLAN-Router konfigurieren

Erstmal nur eine allgemeine Anleitung, wieder unten kommt das Ganze detailliert für DD-WRT. Folgendes ist so allgemein, dass würde auch mit der original Firmware oder anderen Routern funktionieren.

Den WLAN-Router aus der Packung nehmen (oder auf Werkseinstellungen zurücksetzen) und mit einem Netzwerkkabel (nicht den blauen WAN-Port nehmen) an einen Computer anschließen. Noch nicht ins Heimnetz nehmen. Nun die Konfiguration auf der Seite http://192.168.1.1 (siehe Handbuch) vornehmen. Dazu:

  • Den DHCP-Server abstellen (disable)
  • Die feste IP 192.168.2.251 vergeben (Menüpunkt LAN)
  • Als Gateway und DNS-Server den DSL-Router angeben 192.168.2.1
  • WAN-Verbindungen abstellen
  • Gegebenenfalls Firewalls abstellen
  • WLAN nach Wunsch einrichten

Einstellungen speichern und den Router per Menüpunkt neu starten. Nun sollte der Router vom Computer aus nicht mehr erreichbar sein, denn Beide sind in verschiedenen Netzen. Nun den WLAN-Router und den Computer in das Heimnetz verbinden (immer noch Finger weg von dem blauen WAN-Port). Nun sollte die Administrationskonsole des Router via http://192.168.2.251 wieder erreichbar sein. Falls nicht, bitte prüfen ob der Computer im Heimnetz ist oder noch irgendwo im 192.168.1.x herumlungert. Dazu bei Linux KDE oder Windows rechts unten im System Tray die Netzwerkverbindung anklicken und gegebenenfalls die Netzwerkverbindung erneuern. Falls immer noch erreichbar könnte man via Nmap nach dem Gerät im Netz suchen und sich so dem Fehler nähern. Oder einfach den Router auf Werkseinstellungen zurücksetzen und das Ganze mit mehr Sorgfalt von vorn.

Wenn alles geklappt hat ist das ein perfekter Zeitpunkt ein Backup der Router-Konfiguration zu erstellen und einen Aufkleber mit der IP 192.168.2.251 auf dem Gerät anzubringen. Obiges funktioniert prima mit der Original-Firmware des TP-Link TL-WR1043ND. Wer mehr Abenteuer haben will, pfeift auf die Garantie und liest weiter.

Teil 2 – Nun ausführlich mit DD-WRT auf dem TL-WR1043ND

Bei folgenden Aktionen könnt Ihr Euren Router wirklich schrotten, einfach mal in den Foren lesen ggf. in den englischen Foren nach „bricked“ schauen. Also warum sollte man das machen? Entweder, weil man Funktionen benötigt, die nur DD-WRT bietet z.B. Wireless Repeater Bridge oder mehrere WLANs (Haupt und Gast-Netz). Oder auch weil es Spaß macht einen Shell-Zugang zu seinem Router zu haben 🙂

Achtung: Es gibt zwei grundsätzliche verschiedene Versionen des „TL-WR1043ND“ diese unterscheiden sich innerlich und äußerlich. Mittlerweile werden beide Versionen von DD-WRT unterstützt. Ich beschreibe nur die V1-Variante, die Umsetzung für V2 sollte jedoch einfach sein „tplink_tl-wr1043nd-v2“.

  • Version 1: Weiß-Schwarzes-Gehäuse, basiert auf Atheros AR9132
  • Version 2: AC1750, dunkelblaues Gehäuse, basiert auf Qualcomm
    QCA9558-AT4A

Erstes Problem, eine aktuelle Version von DD-WRT finden. In der Router-Database findet sich nur Versionen aus 2013. Neuere Versionen finden sich ab ftp://ftp.dd-wrt.com/betas/. Also begibt man sich auf die Suche nach einem möglichst neuem Verzeichnis. Der Verzeichnisname des einzelnen Releases mit amerikanischem Datum versehen MM-TT-YY-rNNNNN. In diesen Verzeichnissen sucht man nun nach „tplink_tl-wr1043nd“ und findet im Verzeichnis zwei Dateien „factory-to-ddwrt.bin“ sowie „tl-wr1043nd-webflash.bin“.

Die Datei „factory-to-ddwrt.bin“ benötigt Ihr wenn Ihr von der Original TP-Link Firmware auf DD-WRT wechselt. „tl-wr1043nd-webflash.bin“ falls Ihr von einer alten DD-WRT-Version auf eine neuere Version wechseln wollt. Aber erst mal langsam. Bitte unbedingt in den deutschen Foren und in den englischen Foren suchen, ob die von Euch gewählte Version auch schon erfolgreich getestet wurde. Einfach so runter-laden und aufspielen ist dumm, Ihr könnt Eure Hardware wirklich dabei schrotten. Also Ihr seit gewarnt.

Los geht’s Firmware wechseln

Alle Daten insbesondere „factory-to-ddwrt.bin“, das Originalhandbuch, die DD-WRT-Anleitung und „Recover from a Bad Flash“ auf den Computer runter-laden, am besten natürlich mit einem Computer im Internet bleiben und mit dem zweiten Computer den Router flash-en. Falls der Router nicht ohnehin neu ist, sollte er auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Dazu den Router an Strom anschließen und 8-10 sec mit einer Büroklammer die Reset-Taste drücken. Nun an einen Computer anschließen (eine der vier gelben LAN-Ports) und auf http://192.168.1.1 die Administrationskonsole (admin/admin) aufrufen. Mit der Administrationskonsole nun die Firmware „factory-to-ddwrt.bin“ updaten. Bitte Ruhe bewahren, es dauert bis zu 2 Minuten. Auf keinen Fall den Strom abschalten.

Nach zwei Minuten sollte die Administrationskonsole von DD-WRT unter http://192.168.1.1 erscheinen. Die Installationsanleitung möchte nun, dass Ihr den Router unmittelbar nach der Installation auf Werkseinstellung (von DD-WRT) zurücksetzt. Firefox-Nutzern rate ich unbedingt den Browser zwischenzeitlich zu beenden, denn sonst erscheint nach Anwendung von Einstellungen http://192.168.1.1/apply.cgi als eine leere Seite und die Einstellungen werden nicht angewandt. Eine Cache-Leerung von Firefox war bei mir nicht notwendig.

Weiter mit der Konfiguration als Wireless Access Point

Auf der ersten Seite von DD-WRT müsst Ihr nun einen Namen für den Administrator und ein Passwort vergeben (Wird nicht benötigt: Aber der Vollständigkeit halber, der initiale Administrator heißt „root“ und das Passwort „admin“). Nun gehen wir mal alle Einstellungen dem Menu-Untermenu nach.

Setup|Basic Setup

Übrigens könnt Ihr die Sprache unter Administration|Management auch auf Deutsch umstellen. Englisch hat den Vorteil, dass so leichter passende Artikel via Internet-Suche gefunden werden können.

  • WAN auf „Disabled“ der Access Point ist kein Gateway zum Internet
  • Router- und Host-Name bei Bedarf
  • Lokale IP-Adresse wie oben beschrieben. Die feste Adresse für den Router in diesem Beispiel ist die 192.168.2.251
  • Gateway und DNS ist der zentrale DSL-Router 192.168.2.1
  • „Save“-Schaltfläche drücken
  • Der blaue WAN-Port kann falls gewünscht als 5-ter LAN-Port genutzt werden
  • DHCP-Server auf „Disabled“
  • Ein Zeitserver (NTP) kann genutzt werden. In Deutschland empfiehlt sich „de.pool.ntp.org“ (ist übrigens nicht mehr auf dem Screenshot zu sehen)

Nun Final die „Save“-Schaltfläche drücken. Über den Reiter Administration|Management über die „Reboot Router“-Schaltfläche den Router neu starten und per Netzwerkkabel in das Heimnetz einbinden. Die Netzwerkverbindung zum Computer muss nun erneuert werden, denn wir wechseln von 192.168.1.x in 192.168.2.x. Nun sollte der Router unter http://192.168.2.251 erreichbar sein.

Natürlich kann der WLAN-Router auch zu Ende konfiguriert werden und erst dann in das Ziel-Netzwerk angeschlossen werden. Wenn an dieser Stelle schon Fehler gemacht wurden, so verliert man nur wenig Konfigurationsarbeit.

Setup|Advanced Routing

Weiter geht es im Menu „Setup“ Untermenü „Advanced Routing“:

  • Operating mode: Router
  • Dynamic Routing auf „LAN&WAN“

„Save“-Schaltfläche nicht vergessen, schreibe ich in den nächsten Abschnitten nicht mehr.

Wireless|Basic Settings

  • Wireless mode auf „AP“ lassen
  • Wireless Network Mode auf „Mixed“ lassen
  • Channel Width auf „Full (20 MHz)“ lassen
  • Wireless Channel auf „Auto“ lassen (später unbedingt Status|Wireless|Site Survey optimieren)
  • Wireless Network Name (SSID): DeinFunkNetzName bitte unbedingt ändern
  • Wireless SSID Broadcast auf „Enabled“ lassen
  • Unter „Advanced Settings“ die „Regulatory Domain“ auf „Germany“ ändern

Hier könnt Ihr unter Virtual Interfaces auch ein zweites WLAN etwa für ein Gastnetz einrichten. Übrigens die SSID zu verstecken, erzeugt viel Ärger beim konfigurieren der Clients und bringt Sicherheitstechnisch nicht viel. Ändert die SSID am besten auf etwas mit wenig Bezug zu Euch, also nicht „FamilieMueller“ sondern „Pfingstrose“, „Voganpod“ oder „Stratocumulus“ 🙂

Wireless|Security

  • Security Mode: „WPA2 Personal“
  • WPA Algorithm: „AES“
  • WPA Shared Key: 8 bis 63 Zeichen

Mit der Länge des „Shared Key“ nicht geizen. Wenn Ihr noch Geräte im Einsatz habt, die nur „WPA“ oder noch schwächere Security Modes unterstützen, sollte der erste Gedanke sein, diese zu ersetzen. Falls das wirklich nicht in Frage kommt, sollten diese dann im Gastnetz oder im eigenen Netzsegment betrieben werden.

Services|Services

Es kann alles abgestellt werden, was im LAN nicht benötigt wird, insbesondere DNSMasq, WAN traffic counter „ttraff Daemon“ aber auch der „telnet“-Zugang. Dann könnt Ihr den Router zwar nur noch per Web-Interface konfigurieren. Wenn Ihr es aber nicht benötigt ist das eine gute Entscheidung, denn jeder nicht laufende Service ist ein Angriffspunkt weniger.

Security|Firewall

Die „SPI firewall“ wird im LAN nicht benötigt, also per „Disable“ abstellen.

Administration|Management

Folgende und weitere Einstellungen nach Wunsch.

  • Info Site Password Protection einschalten „Enable“
  • Sprache vielleicht doch auf Deutsch?

Wie immer „Save“ und nun „Reboot Router“. Punkt, fertig ist der Access Point. Wenn alles funktioniert, bitte unter Administration|Backup die Einstellungen sichern.

Zweiter Access Point

Ein letzter Bastelvorschlag: Falls Ihr zwei oder mehr Access Points ins Netz hängen wollt, um eine höhere WLAN-Abdeckung zu haben, so müsst Ihr obige Einstellungen (bis auf die IP) auf den zweiten Router bringen. Ein Client meldet sich automatisch bei dem stärkeren AP an und „roamed“ auch beim Bewegen innerhalb des Hauses. Dazu muss die SSID und die WLAN Security identisch sein.

Durch das Backup erzeugt Ihr eine Datei mit allen Einstellungen „nvrambak.bin“. Nun ändert Ihr bei dem schon laufenden Router die IP (Setup|Basic Setup|Local IP Address) von 192.168.2.251 auf 192.168.2.252, speichert die Einstellungen und startet den Router neu. Auf den zweiten Router (mit der gleichen DD-WRT-Version!) spielt Ihr nun das Backup (via Administration|Backup|Restore Settings) ein. Fertig ist der zweite Router mit der IP 192.168.2.251.

Das Subnetz „192.168.2.x“ ist nur ein Beispiel. Macht das einfach so wie Ihr wollt oder wie es Eurer DSL-Router vorgibt. Fehlt noch was? Hinterlasst einfach einen Kommentar.

Wenn Ihr Euren Router kaputtgebastelt habt, sucht in den Foren und „Recover from a Bad Flash“, ich hab da keine Ahnung von.

Teil 3 – WLAN-Advanced Settings

Mit Hilfe der Anleitung Atheros/ath wireless settings und suche in den Foren habe ich meinen Router wie auf unten-stehender Abbildung konfiguriert. Bitte die Werte nicht einfach so übernehmen, Ihr müsst wirklich der Anleitung folgen und das ganze auf Euer Heimnetz abstimmen. Noch zwei Hinweise:

68 Gedanken zu „Netzwerk mit zwei WLAN-Access-Points

  1. Harry33

    GUTES NEUES JAHR 2016 – wünsch ich ALLEN hier Aktiven.

    Habe ein „Edimax EW-7438RPN Universal Wi-Fi Extender“ an meiner Fritzbox als Repeater angeschlossen funktioniert auch prima.

    Jezt möchte ich eine weitere „Edimax EW-7438RPN“ anschliessen und die Erste als REPEATER benutzen; damit ich das Funk-Netzwerk erweitern kann.

    Geht das – wenn ja – wie?

    Fritzbox 6360 (Cable) spricht nur von „Stern-Funk-Nezwerk“ und Repeater kann ich niergends definieren.
    Hat jemand Erfahrung?

    Vielen Dank für die Stütze – mein Unterstützung.
    bin auf die Lösungen gespannt.

  2. Philipp

    Hallo Werner,

    erstmal danke für deine sehr ausführliche Anleitung. Aus mir unverständlichen Gründen will das Roaming aber bei mir nicht gelingen.

    Bei mir ist die Konfiguration wie folgt:
    – Im Keller eine Firewall (PFsense) mit VDSL Modem (10.97.1.254)
    (Die Firewall ist das Gateway, dort läuft auch der DHCP Server). Die Firewall ist per Kabel am Switch angeschlossen.

    – Im Erdgeschoss steht der erste TPLINK (10.97.1.250) (AP-EG), Kanal 1
    – Per Kabel am LAN0 an einer Dose und auf dem Switch

    – Im Dachgeschoss steht der zweite TPLINK (10.97.1.251) (AP-DG), Kanal 11
    – Per Kabel am LAN0 an einer Dose und auf dem Switch

    Im Erdgeschoss komme ich per WLAN ins Internet und kann auch alle Geräte per Ping erreichen.

    ABER #1:
    Den AP-DG erreiche ich per Ping nicht, hier kommt dann vom AP-EG (10.97.1.250) die Meldung „Zielhost nicht erreichbar“. Im Ergebnis können PCs die im Dachgeschoss bzw. mit dem oberen AP per WLAN
    verbunden sind weder ins Internet noch die anderen PCs per Ping erreichen.

    ABER #2:
    Wenn ich mich unten per Kabel an den ersten AP hänge (oder auch direkt auf eine der Dosen im Haus die mit dem Switch im Keller verbunden sind) dann kann ich ihn anpingen.

    Irgendwas scheint doch da mit dem Routing zwischen den beiden APs nicht hinzuhauen ? Ich bin echt überfragt, hab´s genau so eingestellt wie in deiner Anleitung (abgesehen von den IPs)

    Danke,

    Gruss Philipp

  3. Werner Roth Beitragsautor

    Hallo Philipp,

    Verhält sich denn AP-DG genau so wie AP-EG wenn Du sie vertauscht?
    Habe ich das richtig verstanden, wenn Du alle Geräte via Kabel betreibst, ist das Routing einwandfrei, nur bei WLAN Verbindungen nicht? Dann muss es ja an der DD-WRT Konfiguration liegen.

    Was ist denn bei Dir unter Setup|Networking eingetregen?

    Viele Grüße
    Werner

  4. Elias Andy Butz

    Hallo Werner,

    ich habe gerade ein Projekt am laufen, dass genau dieses Thema beinhält. Ich habe mir deinen Beitrag ausführlich durchgelesen, bin mir aber nicht zu 100 % sicher, ob du das erwähnt hast. Ich schildere einfach mal meine Problemstellung.

    Mein Projekt besteht darin, ein fläschendeckendes Wlan-Netzwerk vor zu bereiten, dass Wlan-Roaming, LDAP-Anbindung und Sicherheit bietet.

    Meine Frage ist, was ich tun muss, damit die Clienten sich mit ihrem Firmenaccount anmelden und dann auschließlich Internet-Zugang bekommen. Sie sollen nicht die Netzwerkumgebung auslesen dürfen ( sprich Dateien auf dem Server usw ).

    Ich schätze mal ich muss da mit Subnetzten herumwerkeln ist das richtig ?

  5. Ralf

    Hallo allerseits,

    ich möchte mein Heimnetzwerk erweitern. Dazu habe ich bereits vom 1.OG bis ins ED zwei CAT7 Netzwerkkabel verlegt.
    Das eine ins Wohnzimmer, das andere in die Küche. Im Wohnzimmer soll damit per LAN der TV, eine Fire TV Box, und ein AV Receiver (Internetradio) angeschlossen werden. Zudem sollen sich Handys, ein Tablet oder Notebooks per WLAN verbinden können.
    In der Küche soll nur ein Internetradio am LAN Anschluss betrieben werden. Zudem wieder per WLAN Handys, Tablet und Notebooks.
    WLAN kommt leider nicht durch die Wände, ich vermute das wurde mit Streckmetall als Haftgrund für den Putz gearbeitet.

    Am DSL Hausanschluss sitzt ein Telekom W724V als Modem und Router. Beide WLAN Netz 2,4 und 5 GHz sind aktiv. Angeschlossen sind dort die beiden Anschlüsse für Wohnzimmer und Küche, ein IP Telefon, ein Synology NAS, ein Internetradio, und ein Client fürs Homeoffice. Natürlich nicht alles am Router, sondern zusätzlich an einem Switch.

    Ich habe für mein Projekt noch einen alten W700V der Telekom, sowie einen DLink DIR-850L eines Bekannten zur Verfügung.

    DHCP Bereich des W724V ist frei von 192.168.2.4 bis 192.168.2.20, feste IPs haben die Synology NAS wegen dem Drucker (20) und das IP Telefon (19).

    Die Konfiguration der beiden Router ist mir im Grunde genommen klar. DHCP aus, Verbindung an LAN Anschluss, IPs außerhalb des Bereiches 10 bis 32. W700V dann 192.168.2.2 und der DIR-850L 192.168.2.3

    Mein Problem ist das WLAN. Der W724V hat 2,4 und 5 GHz, der W700V nur 2,4 GHz und der DIR-850L 2,4 und 5 GHz. Bekommen alle die gleiche SSID und die gleiche Verschlüsselung, oder muss ich zwischen 2,4 und 5 GHz trennen?
    Also zum Beispiel ein WLAN Home 2 GHz und eines Home 5 GHz.

    Ich hoffe das war genug Info und hoffe auf ein paar Tipps.

    Gruß Ralf

  6. FloJoe

    Hallo Werner,

    also ich hab ja nur deine Beschreibung für die Feiglinge verwendet. Und ich sage jetzt einfach mal D A N K E !!!
    Stundenlang hab ich nach einer vernünftigen Lösung gesucht wie ich das ganze mit zwei APs aufziehen kann. Nirgends findet man was drüber, nur Repeater hier, Repeater da.
    Jetzt klappt’s!

    Viele Grüße aus Südhessen
    Florian

  7. Rüdiger Polter

    hi werner, ein interessantes thema, ich habe mir mit 3 routern vom balkon in den garten ein wlan funk gebaut, alle s auf notebooksbilliger-seefunk-dackel.de zu sehen. funktioniert gut. habe nun 3 fritzboxen gekauft und möchte auch noch mein festnetz dahin legen, dect arbeitet nur sternförmig. das heisst ich muss zwei router nehmen und zwei funkverbindungen bauen. also zwei antennen wlan und 2 dect? sehe ich das richtig. also auch dect als repeater. hoffe die 7270 können das. oder hast du eine andere lösung???

    danke rudi

  8. Markus

    Hallo Werner,

    danke Deiner Seite konnte ich endlich gezielt meine AccessPoint einrichten. Ich hab jetzt einen TP-Link 1043ND und einen WR941ND eingerichtet. Funktioniert auch soweit. Allerdings ist es so ,dass im Windows unter Netzwerkinfrastruktur diese Router abwechselnd erscheinen und wieder verschwinden, also ob die sich gegenseitig beeinflussen bzw. nicht auseinandergehalten werden können.

    Muss ich an den AccesPoints noch etwas ändern?

  9. Werner Roth Beitragsautor

    Hallo Markus,

    ich habe keine Ahnung was das Problem ist. Zeigt Windows denn einen Router stabil an, wenn der andere ausgeschaltet ist?

    Viele Grüße
    Werner

  10. Markus

    Hallo Werner,

    ja wenn ich einen ausschalte, dann erscheint der andere dauerhaft.

    Gruß
    Markus

  11. Werner Roth Beitragsautor

    Hallo Markus,

    ich habe nicht die blasseste Ahnung, benutze aber auch fast kein Windows. Wenn die Netzwerkverbindung stabil laufen, reicht das meiner Meinung nach.

    Viele Grüße
    Werner

  12. Andreas

    Hallo erst einmal vielen Dank für diese ausführliche Anleitung damit bin auch ich als Laie sehr gut klar gekommen. Gibt es eine Möglichkeit das die zwei Accespoints sich per wlan miteinander verbinden können? Also Router1 bekommt das Signal vom Hauptrouter und gibt es per wlan an Router2 weiter. Oder wenigstens das Router2 als repeater auf Router2 zugreifen kann damit sich die Geschwindigkeit nicht halbiert.

    Vielen Dank

  13. Pingback: PC Probleme - Seite 4 - FORUM des Deutschen Genesis Fanclubs 'it'

  14. Andy

    Hallo Werner,

    habe 1 Modem und 2 W-lanrouter (ASUS N56 U) dran hängen (mit jeweils 2 verschiedenen Namen/Passwörter), da wir 2 getrennte Familien sind, die auf dasselbe Modem zugreifen.

    Immer wieder kommt vor, dass sich die Router gegenseitig stören (oft auch nicht richtig verbinden) und alles verlangsamen.

    Was muss i tun?

    Vielen Dank für eine Lösung.

    LG Andy

  15. Werner Roth Beitragsautor

    Hallo Andy,

    die Einfache Antwort auf die Frage ist: Da stimmt was mit der Konfiguration nicht. Was falsch konfiguriert ist, kann ich aus der Ferne kaum sagen. Wenn die Router sich gegenseitig stören spricht einiges dafür, dass
    Setup->Advanced Routing->Operating Mode->Router eben nicht auf Router sondern Gateway seht. Dann schicken die Pakete rund, d.h. Netzwerk wird langsam etc.

    Viele Grüße
    Werner

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